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Montoya im Klartext: "Ich will zehn Plätze nach vorne"

16. Mai 2008 - 14:51 Uhr

Juan Pablo Montoya gab eine deutliche Ansage - selbst eine knappe Chase-Qualifikation würde seine NASCAR-Ambitionen mittelfristig nicht befriedigen

Juan Pablo Montoya
Juan Pablo Montoya ist mit den Fortschritten 2008 nicht ganz zufrieden
© NASCAR

(Motorsport-Total.com) - Darlington war für Juan Pablo Montoya wieder einmal eine Enttäuschung. Nach guten Trainingsleistungen sprang am Ende nur Position 23 heraus, und der Kolumbianer in Diensten von Chip Ganassi formulierte seine Ansprüche an sein Team deutlich. Platz 16 in der Gesamtwertung sei zwar eine Steigerung gegenüber 2007 - aber bei weitem nicht ausreichend.

"Dieses Jahr sind wir besser unterwegs als vergangene Saison - aber ich will mehr", erklärte Montoya im Rahmen der NASCAR-Telekonferenz am Donnerstagabend. "Wir wollen nicht zwei oder drei Plätze besser sein als 2007, wir wollen zehn Plätze nach vorne kommen."

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Dabei spielt eine wesentliche Rolle, dass er und sein neuer Crew-Chief Jimmy Elledge noch nicht lange ein Gespann bilden. "Wir waren im Training richtig gut unterwegs, das Auto war großartig, aber dann fiel die Grüne Flagge und plötzlich war es ein völlig anderes Rennauto", beschrieb Montoya die Geschehnisse in Darlington.

"Das haben wir nicht verstanden. Wir eroieren gerade, was falsch lief, und welche Veränderungen das Auto im Rennen beeinträchtigt haben. Wenn wir das verstehen, dann wird uns das wirklich helfen." Denn eines ist Montoya in der Zwischenzeit auch klar geworden: Zu den Spitzenleuten besteht noch ein großer Unterschied.

Mangel an Zutrauen

Jimmy Elledge Juan Pablo Montoya
Crewchief Jimmy Elledge und Juan Pablo Montoya finden derzeit zueinander
© NASCAR

"Ich habe mir in der einen oder anderen Woche gedacht, dass einige Kollegen auch auf schweren Strecken in der Lage sind, aus dem LKW heraus sofort großartige Zeiten zu fahren. Sie sind sofort schnell, sie sind sofort auf der nötigen Geschwindigkeit."

Genau dieses Selbstverständnis fehle ihm und seinem Team. "Wir haben noch nicht das Zutrauen, wie wir unser Auto besser voraussagen können. Es ist alles schon viel besser als 2007, aber es fehlt doch noch ein ganzes Stück." Doch das bedeutet nicht, dass die engen Bande zwischen Montoya und Chip Ganassi langsam bröckeln.

"Ich glaube an Chip", versicherte Montoya. "Er hat es bei den IndyCars und in der GrandAm-Serie hinbekommen. Es gibt keinen Grund, warum wir nicht gewinnen können." Der starke Glaube an Chip Ganassi sei auch einer der wesentlichen Gründe gewesen, warum er in die NASCAR gekommen sei.

Viel Vertrauen in Chip Ganassi

Juan Pablo Montoya Chip Ganassi
Juan Pablo Montoya und Chip Ganassi - viel Vertrauen in die Fähigkeiten
© xpb.cc

"Er kann mir das richtige Werkzeug zum Sieg geben, aber man muss realistisch bleiben. Es geht in die richtige Richtung, aber es braucht ein wenig Zeit." In ein paar Jahren erwartet Montoya, dass man gemeinsam um den NASCAR-Titel kämpfen könne, "vielleicht auch früher."

"Wir klopfen dieses Jahr schon an die Top 12. Wir haben eine Chance, aber ich will nicht um Platz zwölf herum fahren. Wenn wir in den Chase kommen, dann will ich auch eine Chance auf den Titel sehen." Soweit ist es in Montoyas Augen noch nicht, auch wenn ein Indiz dafür spricht, dass 2008 tatsächlich eine kleine Playoff-Chance besteht

Denn auf dem Kalender stehen noch Indianapolis, sowie die beiden Rundstreckenrennen in Sonoma und Watkins Glen. Drei Siege - und die Playoffs wären nah, aber Montoya gibt sich vorsichtig: " Das ganze Team freut sich darauf, denn die Rundkursautos, die wir dieses Jahr gebaut haben, sollten wesentlich besser sein als ihre Vorgänger", so der Kolumbianer. "Aber so einfach ist das Gewinnen nicht, das haben wir vergangenes Jahr gesehen."

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