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Indy 500: Gedämpfte Erwartungen bei Newman/Haas

06. Mai 2008 - 17:44 Uhr

Justin Wilson und Graham Rahal verteten beim Indy 500 2008 die Farben von Newman/Haas - und geben sich keinen großartigen Illusionen hin

Justin Wilson
Justin Wilson gibt sich keinen Illusionen hin - das Indy 500 wird schwierig werden
© IRL

(Motorsport-Total.com) - 1982 gründeten Paul Newman und Carl Haas das mittlerweile so erfolgreiche Newman/Haas-Team, das 2007 um den neuen Partner Mike Lanigan ergänzt wurde. Seitdem firmiert man offiziell als Newman/Haas/Lanigan-Racing (NHLR) und tritt 2008 zum ersten Mal in der Rennstallgeschichte als IndyCar-Team bei den 500 Meilen von Indianapolis an.

Denn alle 16 bisherigen Teilnahmen geschahen entweder vor dem Split der beiden US-Formelserien, oder als geduldete Einzelstarter, was nach 1995 nur dreimal der Fall war. Mit Mario und Michael Andretti, Nigel Mansell, Paul Tracy, Bruno Junqueira und Sebastien Bourdais saßen dabei teilweise hochprominente Piloten am Steuer eines Newman/Haas-Boliden - 2008 vertreten NHLR Justin Wilson und Graham Rahal.

Gewonnen hat NHLR das Indy 500 bisher noch nie: Mario Andretti (1985) und Michael Andretti (1991) wurden jeweils Zweiter, Nigel Mansell endete 1993 als amtierender Formel-1-Champion immerhin als Dritter und gewann nebenbei damit auch den "Rookie-of-the-Year". Doch die Erfolgssaussichten für 2008 sind aufgrund der mangelnden Ovalerfahrung von Team und Piloten eher gering.

"Ich gehe ohne große Erwartungen in den Monat Mai", bekannte Wilson offen. "Ich nehme alles so, wie es kommt. Ich freue mich auf meine ersten Ovalrunden in Indianapolis und versuche Erfahrungen zu sammeln, wie sich das Auto mit so wenig Antrieb auf solch einem riesigen Oval anfühlen wird."

Sein Teamkollege Rahal ist als waschechter US-Boy naturgemäß erheblich aufgeregter: "Ich war hier schon, als ich fünf Jahre alt war", freute sich der Sohn von Bobby Rahal, der das Indy 500 im Jahr 1986 gewinnen konnte. "Es wird ein langer Monat, aber auch das erste Mal, dass ich hier aktiv involviert sein werde."

Sein Anspruch klingt wesentlich optimistischer als der des britischen Teamkollegen: "Wir dürfen alle nicht vergessen, dass dies ein Rennen über 500 lange Meilen ist", analysierte der 19-Jährige. "Alles kann passieren. Wir müssen unsere Ziele realistisch halten und einfach einen guten Monat haben."

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