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IndyCar-Serie soll neue Hersteller anlocken

25. Mai 2008 - 11:34 Uhr

Monopolist Honda hat gerade seinen IRL-Vertrag bis 2013 verlängert, dennoch wünscht sich Tony George mehr Hersteller in seiner Serie

Pressekonferenz zum Honda-Deal
Pressekonferenz zum neuen Honda-Deal am Indianapolis Motor Speedway
© IRL

(Motorsport-Total.com) - Seit der Wiedervereinigung geht ein richtiger Ruck durch die IndyCar-Serie: Danica Patrick wird zum amerikanischen Superstar aufgebaut, Helio Castroneves wurde in einer TV-Tanzshow einem Millionenpublikum präsentiert und Marco Andretti und Graham Rahal bringen wegen ihrer Namen wieder Fans an die Rennstrecke, die man dort seit Jahren nicht mehr gesehen hat.

Nun gilt es, diesen Schub auch kommerziell geschickt umzusetzen, um endlich wieder Anschluss an die in den vergangenen Jahren immer stärker werdende NASCAR-Szene zu finden. Für IRL-Boss Tony George muss es besonders bitter sein, dass er die Indy-500-Champions der vergangenen beiden Jahre, Sam Hornish Jr. und Dario Franchitti, an die Stockcars verloren hat, aber wenn der kommerzielle Hintergrund stimmt, wird diese Entwicklung ein Ende nehmen.

Runder Tisch im Juni

Der erste Schritt in die richtige Richtung ist ein Runder Tisch mit Vorständen von verschiedenen Automobilherstellern, denen die IndyCar-Serie schmackhaft gemacht werden soll. Derzeit ist Honda ja Monopolist, was die Motoren angeht. Der Runde Tisch soll Ende Juni stattfinden. Die IRL denkt ja gerade über eine technische Reform nach, die ab 2011 umgesetzt werden soll. Dann könnte sich auch chassisseitig einiges tun.

"Wir hoffen", erklärte IRL-Boss George, "dass wir eine Reihe von Automobilherstellern anlocken können, die daran interessiert sind, wieder oder neu in den IndyCar-Sport einzusteigen. Wir werden uns in nächster Zeit genaue Gedanken darüber machen, welche Richtung wir einschlagen wollen, denn wir wünschen uns wieder mehr Hersteller." Technische Konzepte - zum Teil erarbeitet von Universitäten - liegen bereits unverbindlich auf dem Tisch.

Honda bleibt bis 2013 im Geschäft

Selbst wenn die IRL keine neuen Hersteller anlocken sollte, steht fest, dass Honda weiterhin vertreten sein wird. Die Japaner haben ihren Deal nämlich diese Woche bis 2013 verlängert. Für Honda ist die Frage nach der Anzahl der Hersteller ein zweischneidiges Schwert: Einerseits haben sie derzeit keine Konkurrenz und erben somit die ganze Promotion, andererseits sind Siege gegen sich selbst sportlich natürlich völlig wertlos und daher auch schwer zu vermarkten.

"Es würde uns gefallen, wieder gegen andere Hersteller anzutreten", erklärte Honda-US-Sportchef Erik Berkman. "Wir freuen uns sehr über den Runden Tisch der IRL. Wettbewerb ist etwas, was wir uns wünschen. Wir wollen das. Aber wenn wir als Monopolist weitermachen müssen, dann werden wir auch unsere Vorteile daraus ziehen. Dann müssten wir halt unsere Ziele anders definieren und auf andere Art und Weise arbeiten."

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