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Gibbs: "Wir waren zu gierig"

20. Mai 2008 - 11:57 Uhr

Im Joe-Gibbs-Lager gab man nach dem Allstar-Rennen von Charlotte offen zu, dass man mit den Toyota-Motoren experimentiert hatte - wenig Unzufriedenheit

Tony Stewart
Tony Stewart sah als einziger Gibbs-Pilot die Zielflagge des Allstar-Rennens
© NASCAR

(Motorsport-Total.com) - Kyle Busch erwischte es im zweiten Segment, Denny Hamlins Toyota-Triebwerk hauchte in Segment drei sein Leben aus, und Tony Stewart musste bereits nach der Qualifikation den Motor wechseln und von ganz hinten starten - am Allstar-Wochenende litten also alle drei Joe-Gibbs-Piloten unter Motorenproblemen.

Teamchef J.D. Gibbs gab im Anschluss offen zu, dass man mit neuen Teilen experimentierte, denn das Allstar-Race war offensichtlich der erste Termin, an dem das Gibbs-Team die von Toyota Racing Development ansonsten so streng behüteten japanischen Kraftpakete selbst vorbereitete.

"Wir haben neue Teile bekommen und wir hätten diese vielleicht benutzen sollen", analysierte Gibbs. "Aber dann sind wir gierig geworden und haben sogar noch mehr benutzt. Vielleicht haben wir es etwas übertrieben, aber zu so einem Rennen kommt man, wenn man all seine Waffen scharf geladen hat."

Gibbs-Motorenpapst Mark Cronquist sprach im Anschluss von einem Problem mit der Ventilsteuerung: "Wir wussten, dass das ziemlich radikal war. Ich dachte, dass wir vielleicht 300 Meilen fahren können. Nun wissen wir was wir haben, aber dieses Rennen ist so lukrativ, da bringst du dein gesamtes Arsenal mit."

So wurde Tony Stewart als bester Gibbs-Pilot am Ende Fünfter, doch ärgern mochte sich "Smoke" nicht: "Ich bin zufrieden. Wir kamen ja von ganz hinten, das war schon recht gut. Wir haben auch nichts Ungewöhnliches gemacht, um nach vorne zu kommen. Wir sind einfach nach vorne gefahren, und darauf bin ich schon stolz."

Es habe sich um ein Experiment gehandelt, so Stewart, "und das war die Nacht, wo man so etwas ausprobiert. In einem 600 Meilenrennen werden wir so etwas nicht tun." Es ist ein offenes Geheimnis, dass die Toyota-Triebwerke schon vor dem Allstar-Rennen die stärksten in der NASCAR-Garage waren, und man darf gespannt sein, wie lange die entsprechende Reaktion von Intimfeind Jack Roush dauern wird.

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