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Kanaan holt die Pole-Position

05. April 2008 - 19:13 Uhr

Tony Kanaan fährt im Qualifying in St. Petersburg auf Pole vor Will Power und Justin Wilson - Scott Dixon tragische Figur

Tony Kanaan
Tony Kanaan holt sich die Pole-Position im Qualifying in St. Petersburg
© IRL

(Motorsport-Total.com) - Tony Kanaan hat die Ehre der alteingesessenen IndyCar-Piloten knapp retten können. Der Andretti-Green-Pilot sicherte sich in einem spannenden Knockout-Qualifying in 1:02.532 Minuten die Pole-Position knapp vor den beiden ChampCar-Wechslern Will Power (2./1:02.609 Minuten) und Justin Wilson (3./1:02.642 Minuten). Erstmals kamen in der Qualifikation in St. Petersburg die neuen Regeln zur Anwendung, die den Kampf um die Startaufstellung in drei Segmente unterteilt.

Bereits im ersten Teil der Zeitenjagd ging es extrem spannend zu. Immer wieder wurden die Angriffe durch gelbe Flaggen behindert. In der ersten Quali-Gruppe sorgte Marty Roth (25./1:07.704 Minuten) mit einem Rutscher in die Reifenstapel dafür, dass ihm seine Mannschaft den fünften Frontflügel des Wochenendes anschrauben darf, in der zweiten Gruppe fuhren Wilson und Ernesto Viso (15./1:03.306 Minuten) in Turn acht im Paarlauf geradeaus.

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Auch Bruno Junqueira (26./1:09.385 Minuten) verabschiedete sich kurz vor Ablauf der Zeit in die Gummibarrieren und Helio Castroneves (4./1:02.646 Minuten) rollte Sekunden vor Schluss ohne Sprit aus, hatte sich aber vorher auf seiner schnellen Runde ausreichend beeilt, um das zweite Quali-Segment zu erreichen. Die größte Überraschung hatte Homestead-Sieger Scott Dixon (13./1:03.236 Minuten) parat. Der Gesamtführende der IndyCar-Serie scheiterte in seiner Gruppe am Cut und schied früh aus.

Im zweiten Qualifikationssegment fuhren die verbliebenen zwölf Piloten nicht nur äußerst diszipliniert, sondern auch extrem schnell. Power markierte mit einer Fabelrunde in 1:02.133 Minuten die schnellste Zeit des gesamten Wochenendes. Die Traummarke des Australiers im KV-Team konnte selbst im letzten Abschnitt nicht einmal ansatzweise erreicht werden. Für den einzigen Zwischenfall in Q2 sorgte Wilson, der in Turn vier zwar geradeaus rollte, aber wenigstens eine Mauerberührung verhindern konnte.

Will Power
Als Zweiter der beste Ex-ChampCar-Pilot in St. Petersburg: Will Power
© IRL

Die tragische Figur im zweiten Quali-Abschnitt war Oriol Servia (7./1:02.742 Minuten), der noch wenige Sekunden vor Schluss auf Rang sechs gelegen hatte, aber mit dem Fallen der Zielflagge von Castroneves verdrängt wurde. Der Spanier zählt dennoch zur starken Riege der ChampCar-Wechsler, die in St. Petersburg absolut konkurrenzfähig zu sein scheinen. Der in St. Pete wohnende Dan Wheldon (8./1:02.796 Minuten) konnte seine ganz besondere Streckenkenntnis nicht ausspielen.

Im Showdown der besten Sechs gab es während der zehnminütigen Session zwar diverse Führungswechsel, aber die Entscheidung fiel wiederum erst in den allerletzten Sekunden, als Castroneves bei seinem letzten Schuss eindeutig zu viele Drifts hinlegte. Der Penske-Pilot konnte sich daher nicht mehr weiter verbessern und Kanaan durfte endgültig aufatmen.

Das neue Qualifying-Format hat auf jeden Fall genau das bewirkt, was sich die Verantwortlichen davon versprochen hatten. Die Knockout-Phasen sorgen für extreme Spannung während der Session und vor allem ist ständig reger Verkehr auf dem Straßenkurs gewesen. Zudem hat das neue Format mit dem frühen Ausscheiden von Scott Dixon schon seine erste große Überraschung produziert, sodass für das morgige Rennen ausreichend Spannung garantiert ist.

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