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NASCAR
 
McDowell - das neueste Mitglied der "Open-Wheel-Gang"
 
von Pete Fink 25. März 2008 - 13:15 Uhr
 
Michael McDowell ist der neueste Sprint-Cup-Rookie, der in Martinsville sein Cup-Debüt geben wird - seine Herkunft liegt jedoch in der Open-Wheel-Szene
 
Michael McDowell
Mit Michael McDowell kommt ein weiterer Youngster mit Formelvergangenheit
Zoom © NASCAR
(Motorsport-Total.com) - Als im Herbst 2007 bekannt wurde, dass mit Jacques Villeneuve, Dario Franchitti, Sam Hornish Jr. und Patrick Carpentier gleich vier ehemalige Formelpiloten einen Wechsel in die NASCAR vornehmen würden, war das Geschrei in den Südstaaten groß.

Zusammen mit Juan Pablo Montoya und A.J. Allmendinger würden insgesamt sechs Open Wheeler in die Sprint-Cup-Saison 2008 starten, und viele aus der alteingesessenen NASCAR-Szenerie sprachen von einer Open-Wheel-Invasion, die der NASCAR nicht unbedingt weiterhelfen würde.



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Nach fünf Saisonrennen ist davon nicht mehr viel übriggeblieben: Villeneuve hat sich aus Sponsorenmangel bereits zurückgezogen, Allmendinger wurde "temporär" ersetzt, Franchitti flog mit Pauken und Trompeten aus den Top 35, in die Patrick Carpentier wiederum nie vordringen konnte.

Sam Hornish Jr. steht um gerade einmal vier winzige Pünktchen in den Top 35 und dürfte in Martinsville arge Probleme bekommen, diesen Platz gegen einen wütenden Jamie McMurray in einem starken Roush-Ford zu verteidigen. Es bleibt also lediglich Juan Pablo Montoya übrig, der wirklich die Fahne der Formel-Asse hoch hält - doch nun erhält die "Open-Wheel-Gang" Verstärkung.

 
McDowells Open-Wheel-Vergangenheit

Michael McDowell
Michael McDowell fuhr in Daytona das erste Nationwide-Rennen der Geschichte
Zoom © NASCAR
Michael McDowell stammt aus Phoenix, Arizona, und hat eigentlich eine sehr europäisch anmutende Motorsportkarriere hinter sich. Er stieß über die Go-Karts in die Star Mazda Serie vor, beendete diese 2003 als Gesamtzweiter und bester Rookie, ein Jahr später gewann er sieben von zehn Saisonrennen und den Titel.

Es folgte ein Abstecher in die Trans-Am-Serie und auch zu den Daytona-Prototypen, wo er Seite an Seite mit dem ChampCar-Routinier Memo Gidley fuhr. Allerdings war wohl auch McDowell klar, dass man in den USA nur dann richtig an die großen Trauben herankommt, wenn man sich ernsthaft mit dem Thema Stock-Cars auseinandersetzen würde - und so streckte er seine Fühler in eben diese Richtung aus.

Eddie Sharp Racing engagierte McDowell 2006 für fünf ARCA-Rennen und 2007 fuhr er sogar eine komplette Saison - mit überragendem Erfolg: Vier Siege, neun Poles und am Ende Gesamtrang zwei hinter dem Seriensieger Frank Kimmel, die Rookie-Ehren natürlich inklusive.

Michael Waltrip sah nicht lange tatenlos zu und besorgte dem 22-Jährigen einen Einsatz in der Truck-Serie, übrigens just in Martinsville, sowie drei Busch-Läufe in Texas, Phoenix und Homestead.

 
Waltrip greift zu - für die Zukunft

Michael Waltrip Dale Jarrett
Michael Waltrip und Dale Jarrett erkannten das Talent von McDowell
Zoom © NASCAR
Es folgte ein weiterer Auftritt beim ersten Nationwide-Rennen 2008 in Daytona und somit gibt McDowell sein Cup-Debüt nach nur einem Truck- und vier Nationwide-Rennen. Ist das etwa zu wenig?

"In keinem Fall habe ich die vor mir liegenden Herausforderungen unterschätzt", versichert McDowell. "Das ist die beste Serie der Welt mit den besten Piloten. Ich kam nicht zu Michael Waltrip und habe behauptet, dass ich in der Lage sei, ein Cup-Auto zu fahren. So war es nicht."

In der Kombination Waltrip/McDowell gehe es vielmehr um die Zukunft: "Alle Beteiligten waren sich darüber im Klaren, dass ich Zeit brauchen werde, um auf Speed zu kommen. Auch mein Crewchief Bill Pappas kommt aus der Formelszene, und wir beide lernen uns gerade erst kennen."

In den ersten fünf Cup-Rennen befand sich McDowell zumeist auf dem Tribünendach bei den Spottern. "Das war eine große Hilfe, denn dort habe ich alles gesehen und ich hatte einen Funk, auf dem ich jedes Team und jeden Piloten gehört habe. Ich lerne gerade, wie alles funktioniert, und was meine Teamkollegen und die richtig guten Jungs so alles machen." Fünf Cup-Rennen hat er zunächst, denn bis Richmond hat Hauptsponsor Aarons zugesagt.

 
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