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Jeff Gordon und seine unerwartete Atlanta-Pole

08. März 2008 - 15:56 Uhr

Für Jeff Gordon kam die Pole Position von Atlanta sehr überraschend, denn eigentlich waren die Vorraussetzungen dazu alles andere, als optimal

Jeff Gordon
Jeff Gordon war in Atlanta gestern Nacht ein sehr überraschter Pole Setter
© NASCAR

(Motorsport-Total.com) - Eine schnelle Runde von 29,927 Sekunden bedeutete für Jeff Gordon gestern Nacht in Atlanta seine 64. Karriere-Pole. Zum ersten Mal in der Saison 2008 startet der vierfache NASCAR-Champion damit von Platz eins vor seinem Hendrick-Teamkollegen Dale Earnhardt Jr. - für den 36-Jährigen eine große Überraschung.

"Es fühlte sich an, als würdest du auf 20 Runden alten Reifen mit unserem alten Auto unterwegs sein", analysierte Gordon nach seiner sehr früh abgeleisteten Runde. "Aber die Strecke hatte soviel Grip, dass ich das irgendwie ausgleichen konnte. Die Zeit ist wesentlich schneller, als ich es für möglich gehalten habe. Gut war es nicht, aber ich habe das Gaspedal einfach voll durchgedrückt."

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Beinahe hätte es sich gerächt, dass Gordon und Jimmie Johnson in Atlanta bei den Oktober-Tests 2007 verzichteten, um sich ganz auf ihr damaliges Titelduell zu konzentrieren. "Das war heute eine Erfahrung, die uns die Augen geöffnet hat, denn das Auto verhielt sich ganz anders, als ich es erwartet hatte."

Daher dankte er auch ausführlich seinen Teamkollegen Earnhardt Jr. und Casey Mears, die damals die notwendigen Daten für Hendrick Motorsports sammelten. "Nur deswegen waren wir heute in der Lage, den Herausforderungen dieser Strecke für Auto und Reifen zu begegnen."

Den ersten Prophezeiungen, dass Hendrick eine der Enttäuschungen der Saison werden könnte, erteilte Gordon also gleich in zweifacher Hinsicht eine deutliche Absage: "Es gibt jede Menge Hype da draußen, so etwas passiert nun mal", meinte der Pole Setter. "Aber außer den drei Roush-Autos (Carl Edwards, Matt Kenseth und Greg Biffle; Anm. d. Red.) waren wir bisher die Besten."

Etwa 50g betrug sein Las-Vegas-Einschlag, den der ordentlich durchgeschüttelte Gordon nach wie vor als den schlimsten Aufprall seiner Karriere bezeichnet: "Ich traf die Mauer damals in Pocono härter und wahrscheinlich auch bei meinem Reifenplatzer in Texas. Aber nicht in diesem Winkel."