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IndyCar Series
 
IndyCar-Vorschau: Dreyer and Reinbold Racing
 
von Pete Fink 21. März 2008 - 10:27 Uhr
 
Mit Buddy Rice, Milka Duno und Townsend Bell werden in der Saison 2008 gleich drei Piloten für das Team von Dreyer and Reinbold Racing starten
 
Buddy Rice
Buddy Rice soll 2008 die Punkte für Dreyer and Reinbold Racing holen
Zoom © IRL
(Motorsport-Total.com) - Als Ryan Briscoe nach seinem schweren Unfall von Chicagoland im Juni 2006 sein IRL-Comeback in Watkins Glen feierte, startete er für das Team von Dreyer and Reinbold und fuhr sein Auto hinter Scott Dixon (Ganassi) und Vitor Meira (Panther Racing) auf Platz drei.

Dieses war in den letzten Jahren wohl das größte Ausrufezeichen, welches das eigentlich permanent unterfinanzierte Team von Dennis Reinbold setzen konnte - wenn man von den turbulenten IRL-Anfängen des Teams einmal absieht.



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Gegründet wurde DRR im Sommer 1998 und die ursprüngliche Absicht war den Infiniti-Motor in einer US-amerikanischen Formelserie zu repräsentieren. Reinbold war ein Autohändler, der die Nissan-Nobelmarke Infiniti im Sortiment führte, und Robbie Buhl fungierte als Pilot und später auch als Teilhaber.

 
Seltsame Indy-Qualifikation

Milka Duno Dreyer and Reinbold
Milka Duno ist nach Sarah Fisher schon die zweite Rennamazone bei DRR
Zoom © IRL
Aufsehen erregte das junge Team zum ersten Mal im Jahr 1999, als das 83. Indy 500 anstand. Buhl zerlegte ein Chassis zu Beginn des Qualifikationstages und als dann im Ersatzauto der Motor streikte, war guter Rat teuer. A.J. Foyt half aus und borgte DRR auf die Schnelle ein Fahrzeug, mit dem Buhl in seinen allerletzten Qualifikationsversuch ging.

Das Problem war, dass über dem Indianapolis Motor Speedway eine dunkle Regenwolke drohte. In Indianapolis muss der Pilot vier schnelle Runden fahren, deren Durchschnitt dann ermittelt wird und darüber entscheidet, ob der Qualifikant im Rennen steht, oder nicht.

Als Buhl in seine letzte Qualifikationsrunde ging, begann es in Turn 4 zu tröpfeln, doch der unerschrockene Amerikaner blieb auf dem Gas und stellte den improvisierten Foyt-Boliden ins Feld. Am Renntag wurde er sogar Sechster, Kenny Bräck siegte - ebenfalls in einem Auto von A.J. Foyt.

Im Januar 2000 gewann Buhl überraschend das letzte IRL-Rennen auf dem gefährlichen Trioval von Orlando, der als Walt Disney World Speedway in den Anfangsjahren der IRL auf dem Rennkalender stand. Es sollte bislang der einzige Erfolg von DRR bleiben.

 
Buddy Rice als Hoffnungsträger

Townsend Bell Dreyer and Reinbold
Townsend Bell feiert 2008 bei Dreyer and Reinbold sein IRL-Comeback
Zoom © IRL
In den folgenden Jahren wechselten die Fahrer je nach Sponsorenlage und auch ein mehrmaliges Engagement von Rennamazone Sarah Fisher blieb ohne entscheidende Bedeutung. Buddy Rice stieß Anfang 2007 zum Team und wird auch in der neuen Saison als Stammfahrer unterwegs sein.

Der zweite DRR-Dallara wird 2008 aufgeteilt werden: Milka Duno soll elf Rennen bestreiten, während Townsend Bell die restlichen Events fahren wird. In Indianapolis will Dreyer and Reinbold mit drei Fahrzeugen an den Start gehen.

"Über den Winter haben wir hart gearbeitet", berichtet Teamchef Dennis Reinbold, der in Sachen Resultate voll auf IRL-Veteran Rice setzt. "Ich denke, wir befinden uns in einer besseren Ausgangssituation, als 2007", glaubt Rice. "Unser Rundkurspaket sollte besser sein, ebenso unser Paket für die kleinen Ovale. Nun müssen wir das Gleiche noch für die großen Ovale unternehmen."

Für Milka Duno besteht die Aufgabe darin, so viel und so schnell wie möglich zu lernen: "Ich habe Buddy schon gesagt, dass er sich gut vorbereiten soll, denn ich werde ihn alles fragen", erklärte die Rennamazone aus Venezuela. Für Bell wiederum bedeutet die Saison 2008 ein Comeback, nachdem er 2007 pausieren musste.

 
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