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Fall Edwards: Roush reaktiviert Reiser

07. März 2008 - 09:02 Uhr

Geoff Smith, der Präsident von Roush Fenway Racing, hat offen gelassen, ob das Team gegen die harten NASCAR-Strafen Einspruch erheben werde

Robbie Reiser Matt Kenseth
Robbie Reiser ist der inzwsichen beförderte Crewchief von Matt Kenseth
© NASCAR

(Motorsport-Total.com) - Die offizielle Reaktion von Roush Fenway Racing auf die Bestrafung von Carl Edwards ließ noch offen, ob sich das Ford-Team gegen den Punkteabzug und die Crewchief-Sperre wehren wird. In Atlanta wird Chefingenieur Chris Andrews das Edwards-Auto technisch betreuen, den Robbie Reiser, der langjährige Crewchief von Matt Kenseth, im Rennen auf dem Kommandostand unterstützen wird.

"Der Bolzen, der den Deckel an Ort und Stelle halten sollte, hat seinen Dienst versagt, weil Vibrationen des Autos und der Rennstrecke im Rennen dazu führten", erklärte Roush-Präsident Geoff Smith. "Der Bolzen war sicher genug, um 225 Meilen im Training zu Überleben, und vielleicht 399 oder 400 Meilen im Rennen, dazu zahlreiche Inspektionen."

Es sei für jedes Rennteam sehr schwierig zu versprechen, dass "in Zukunft kein Bolzen mehr unter Rennbedingungen seinen Dienst aufgeben wird", weswegen die Roush-Mannschaft gerade untersuche, ob gegen das NASCAR-Urteil Einspruch erhoben werden soll.

Biffle glaubt an Änderung im Strafsystem

Greg Biffle
Greg Biffle glaubt, dass NASCAR bald Siege streichen lassen wird
© NASCAR

Edwards Teamkollege Greg Biffle glaubt derweil, dass sich NASCAR nun einen Präzedenzfall geschaffen habe. "Wenn sie den Jungs den Sieg weggenommen hätten, anstatt sie mit Punktabzügen und Geldstrafen zu belegen, dann bin ich mir ziemlich sicher, dass die Strafen wesentlich geringer ausgefallen wären", erklärte der aktuelle Gesamtsechste bei 'Fox'.

"Sie nehmen keine Siege weg, sie bestrafen dich danach, wie viele Punkte du technisch gesehen verdient hättest und kassieren Geld." Edwards sicherte sich durch seinen Las-Vegas-Sieg zunächst insgesamt 195 Punkte, von denen er 100 Zähler wieder abgezogen bekam. Die 95 verbleibenden Punkte entsprechen nach Biffles etwa Rechnung Rang 23 im Punktesystem der NASCAR.

"Es ist eine gute Frage, warum sie vor Jahren beschlossen haben, diesen Weg einzuschlagen. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass 2009 oder später irgendwann gesagt wird, die und die Verfehlungen waren nicht so wild, also lassen wir es bei einem Punktabzug und einer Geldstrafe. Wenn es aber zu krass wird, dann werden wir euch die Siege wegnehmen."