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Villeneuves NASCAR-Karriere vor dem Aus!

16. Februar 2008 - 13:03 Uhr

Nach dem kläglichen Scheitern in Daytona und der fehlgeschlagenen Suche nach einem Sponsor steht Jacques Villeneuve ohne Auto da

Jacques Villeneuve
Jacques Villeneuve wird in den nächsten Rennen nicht mehr am Start sein
© NASCAR

(Motorsport-Total.com) - Es hatte sich schon abgezeichnet: Jacques Villeneuve fand für seinen Bill-Davis-Toyota keinen Sponsor, scheiterte mit seinem rot-weiß-lackierten Camry an der Qualifikation für das Daytona 500 und produzierte mit einem etwas patzig aussehenden Crash in den Gatorade-Duels auch noch jede Menge teuren Schrott.

Nun zog Bill Davis noch vor dem ersten Sprint-Cup-Rennen dieses Jahres die Reißleine und setzte den ehemaligen Formel-1-Weltmeister vor die Tür - zumindest vorübergehend. Der Wagen mit der Startnummer 27 soll in den nächsten Rennen nicht mehr von Villeneuve, sondern von den Craftsman-Truck-Fahrern Mike Skinner und Johnny Benson gefahren werden. Eine Fortsetzung der NASCAR-Karriere von Villeneuve erscheint also zunehmend unwahrscheinlich.

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Vorerst noch keine endgültige Kündigung

Das Davis-Team erklärte in einer Presseaussendung zwar, dass man den 36-Jährigen weiterhin unterstützen werde, aber wie genau diese Unterstützung aussehen soll, wurde offen gelassen. Denkbar wäre, dass man ihm eine Frist setzt, während der er mit einem Sponsor daherkommen muss - gelingt dies nicht, könnte man seinen Vertrag endgültig kündigen. All das ist im Moment aber reine Spekulation.

"Wir dachten, wir hätten einen Sponsor, aber der Deal wurde nicht unterschrieben. Das ist schade", erklärte Davis-Manager Mike Brown in Anspielung auf die gescheiterten Verhandlungen mit CGI gegenüber 'ESPN'. Davis selbst fügte an: "Wir alle lieben Jacques, seine Fahrweise, ihn als Person. Er ist ein toller Kerl. Er kann auch erfolgreich sein, keine Frage, aber wir können es uns nicht leisten, Millionen von Dollars auszugeben, um irgendwie weiterzumachen."

Keine Davis-Almosen für Villeneuve

"Wir können es uns nicht leisten, Millionen von Dollars auszugeben, um irgendwie weiterzumachen."
Bill Davis

Eines steht jedenfalls fest: Davis kann es sich nicht leisten, Villeneuves NASCAR-Einsätze aus eigener Tasche zu finanzieren, weil sein Truck-Rental-Business vor der Pleite steht. Gerüchten zufolge soll Villeneuve den Daytona-Start sogar selbst bezahlt haben, eventuell hat aber auch Toyota einen Teil der Kosten beigesteuert - auch wenn dies von offizieller Seite immer noch hartnäckig dementiert wird.

Villeneuves neuer Manager Barry Green - von Langzeitpartner Craig Pollock hat er sich im Januar getrennt - soll unterdessen einen Sponsor suchen, der die Sprint-Cup-Saison finanzieren kann. Sollte dies nicht gelingen, würde für den kanadischen Superstar aber wahrscheinlich auch keine Welt untergehen, schließlich wurde er erst gestern von Peugeot für die 24 Stunden von Le Mans bestätigt - übrigens am Termin des NASCAR-Wochenendes in Michigan...