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Villeneuve und Carpentier fahren nach Hause

15. Februar 2008 - 01:10 Uhr

Zwei kanadische Ex-Formelpiloten versuchten ins Daytona 500 zu gelangen und beide scheiterten - Jacques Villeneuve und Patrick Carpentier fahren heim

Jacques Villeneuve
Jacques Villeneuve hat es 2008 nicht bis ins Daytona 500 geschafft
© Toyota Motorsports

(Motorsport-Total.com) - Seine erste Daytona-Speedweek wird für Jacques Villeneuve eine Woche darstellen, die er wahrscheinlich schnellstmöglich hinter sich lassen will - räumlich und gedanklich. Dem ehemaligen Formel-1-Weltmeister gelang bei seinem Daytona-Debüt anno 2008 herzlich wenig.

Dabei sah nach den Preseason-Tests und auch nach der ersten Trainingssession zunächst alles recht vielversprechend aus: Der rot-weiß lackierte Bill-Davis-Toyota zeigte sich schnell, und es bestand durchaus Hoffnung, gleich mit einer schnellen Runde im Einzelzeitfahren in Startreihe eins vorstoßen zu können.

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Platz eins oder zwei hätte Villeneuve die Qualifikation gesichert, doch eine frühe Auslosung und der böige Wind machten einen Strich durch die Rechnung. Dann sprang ihm in letzter Sekunde der schon sicher geglaubte Sponsor ab, und der Kanadier ging als einziger der 53 Cup-Piloten ohne Sponsorenaufkleber in sein Gatorade-Duel.

Das war ein teurer Spaß, denn nach einem heftigen Abflug ist der Bill-Davis-Toyota nun Schrott - entweder Villeneuve selbst oder Toyota wird wohl ordentlich zur Kasse gebeten werden, denn dieses Rennfahrzeug kann abgeschrieben werden, und Bill Davis Racing hat nicht gerade üppige Gelder zur Verfügung.

Kein Kanadier im Daytona 500

Patrick Carpentier
Patrick Carpentier muss beim Daytona 500 in diesem Jahr zusehen
© NASCAR

"Das ist ein großer Rückschlag", versicherte Villeneuve direkt im Anschluss. "Unser Auto hat oft übersteuert, leider einmal zu oft." Dabei beging der 36-Jährige zu allem Überfluss einen echten NASCAR-Anfängerfehler, denn als ihn sein Heck überholte, wollte er das Auto mit Gewalt wieder in die Spur bringen und lenkte stark gegen. Es kam, was kommen musste: Der Camry bekam urplötzlich Grip und schoss wie von der Tarantel gestochen in die Außenmauer.

Patrick Carpentier erging es kaum besser: Der Villeneuve-Landsmann kam zwar einige Runden weiter, aber gegen das Teamwork der drei Waltrip-Toyotas, die Dale Jarrett unbedingt ins Daytona 500 bringen wollten, hatte er keine Chance. Er fuhr seinen Evernham-Dodge auf der allerletzten Rille und touchierte ausgangs Turn 2 wiederholt die Mauer, bis ihm schließlich der rechte Vorderreifen platzte.

"Ich hatte schon vorher starke Vibrationen im Auto", erklärte Carpentier. "Ich habe gehofft und gebetet, dass mein rechter Vorderreifen halten würde, aber er tat es nicht." Damit geht das Daytona 500 am Sonntag ohne Kanadier über die Bühne, lediglich Juan Pablo Montoya und Dario Franchitti halten die nicht-amerikanischen Fahnen im "Great American Race" oben.