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Das Comeback von Michael Waltrip Racing
Mit Michael Waltrip und David Reutimann schafften es gleich zwei Toyotas von Michael Waltrip Racing ins Daytona 500 - "Der glücklichste Mann von Daytona"
(Motorsport-Total.com) - Die Hendrick-Armada gegen die Toyota-Flotte - so lautete die Prognose vieler NASCAR-Experten für das Qualifying von Daytona, und so sollte es auch kommen: Die ersten fünf Plätze machten die Hendrick-Triebwerke und die Toyota-Motoren unter sich aus, doch zumindest bei den Japanern waren nicht unbedingt erwartete Gesichter ganz vorne zu finden.
Nicht Joe Gibbs, nicht Red Bull und auch nicht der Bill-Davis-Toyota von Jacques Villeneuve standen am Ende vorne, sondern zwei Toyotas von Michael Waltrip Racing - Michael Waltrip selbst und sein Teamkollege David Reutimann sicherten sich mit ihren schnellen Runden den Einzug ins Daytona 500.
Der jüngere Bruder von Darrell Waltrip konnte das "Great American Race" in den Jahren 2001 und 2003 für sich entscheiden und anno 2008 startet er aus der ersten Reihe. "Das ist ein richtig guter Tag für unser Team und ich bin dankbar für die Tatsache, dass wir überhaupt hier sind", freute sich Waltrip nach der Qualifikation.
Aus gutem Grund, denn Waltrip erlebte vor Jahresfrist ein mittelschweres Fiasko, als an seinem Camry ein unzulässiges Additiv im Ansaugtrakt seines Motors entdeckt wurde. Es folgte eine empfindliche Strafe und einige Wochen mit permanenten Nicht-Qualifikationen am Stück.
Waltrip warf das Ruder herum
Der Name Waltrip geriet unter Beschuss, Eskapaden vom Schlage einer Fahrerflucht taten das Übrige, und wäre im Spätsommer 2007 nicht ein Finanzmann aus dem Wall-Street-Umfeld ins Team eingestiegen, sähe es 2008 schlecht für die Firma Michael Waltrip Racing aus.
"Vor ein paar Monaten war es noch die Frage, was mit uns geschehen würde. Aber wir haben überlebt. Und dort zu sein, wo wir jetzt stehen, ist ein tolles Gefühl. " In der Tat: Mit Waltrip und Reutimann - dessen Vorfahren übrigens aus der Schweiz stammen - sind zwei Camrys sicher im Feld; nach den drei Gibbs-Toyotas, J.J. Yeley und Dave Blaney hat sich die japanische Kampfgruppe so auf sieben Fahrzeuge erhöht.
"Jimmie Johnson wusste, dass er im Rennen steht, als er heute Morgen aufwachte", analysierte Waltrip. "Ich wusste das nicht. Also kann ich getrost sagen, dass ich heute der glücklichste Mann in ganz Daytona bin." Dieses Gefühl wird wohl noch eine ganze Woche andauern.










