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Warum ist Toyota im Aufwind?

15. Januar 2008 - 14:46 Uhr

Dave Blaney holte in Daytona wieder eine Tagesbestzeit, alle elf Toyotas standen unter den Top 13 - woran liegt der Aufschwung aller Toyota-Teams?

Brian Vickers Red Bull
Steckt der Grund für die Performance der Toyotas unter der Motorhaube?
© Fink/MST

(Motorsport-Total.com) - Nicht nur der Tagesschnellste Dave Blaney setzte am Montag das fort, was sich bereits in der ersten Testwoche von Daytona abzeichnete - die Toyota-Teams präsentieren sich zum Auftakt der neuen NASCAR-Saison bärenstark, zumindest was das Einzelzeitfahren auf dem 2,5 Meilen langen Superspeedway betrifft.

Alle elf teilnehmenden Toyotas platzierten sich unter den ersten 13 Positionen und so ernteten die Modifikationen, die über den Winter vorgenommen wurden, ausschließlich Lob. Blaney sprach von einer Evolution des Gesamtpakets, "Motoren, Autos, alle lernen und das Restrictor-Plate-Paket von Toyota ist richtig gut", erklärte der Bill-Davis-Teamkollege von Jacques Villeneuve.

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Auch Brian Vickers auf Rang drei versprühte Daytona-Optimismus: "Toyota hat nun eine Menge mehr an Erfahrung", so der Red-Bull-Pilot, der speziell vom neuen Motor angetan war. Jener zeigte schon im zweiten Talladega-Rennen 2007 bärenstarke Qualitäten, doch auch das Red-Bull-Team habe nun Fortschritte gemacht. "Wir haben jetzt die Zeit und auch die Leute, um die Qualität an Autos zu bauen, die wir auch brauchen werden."

Kyle Busch war in der vergangenen Woche der Zeitschnellste, als die erste Testgruppe in Daytona fuhr, und der Neuzugang von Joe Gibbs Racing wollte keinen Zweifel an der Entscheidung aufkommen lassen, dass die Gibbs-Truppe 2008 mit Toyota-Power ausrückt.

Erstmals indirektes Eingeständnis der Toyota-Power

Kyle Busch Joe Gibbs Racing
Kyle Busch und Joe Gibbs Racing haben derzeit allen Grund zur Freude
© NASCAR

"Der Grund, warum wir zu Toyota gingen, war einfach der, dass wir vorne mitfahren wollen, Rennen gewinnen wollen und auch um die Meisterschaft kämpfen wollen", so der 22-Jährige vergangene Woche. "Die größte Sache war auch, dass Red Bull und Bill Davis vorne mitfahren. Ich weiß nicht genau, ob es etwas damit zu tun hat, dass die Motoren so stark sind, oder es die Art ist, wie der Vorderbau des Camrys geschnitten ist."

So haben alle Toyota-Teams allen Grund, stolz darauf zu sein, in welcher Form man sich aus der Winterpause zurückgemeldet hat. "Der Motor ist ganz stark", beschreibt Kyle Busch seine Eindrücke - und er muss es mit am besten wissen, denn 2007 fuhr er noch für das NASCAR-Powerhouse von Hendrick Motorsports und mit deren Chevrolet-Triebwerken.

Auch Lee White, der Vizepräsident von Toyota Racing Developments, gab erstmals indirekt zu, was die NASCAR-Spatzen schon länger von den Dächern pfeifen, nämlich dass der neue Toyota-Motor über ein erhebliches Leistungsplus verfügt: "Wir hatten schon in Talladega sehr viel PS an der Hinterachse anliegen," so White in Bezug auf die damals - Anfang Oktober 2007 - vorgenommenen Tests der NASCAR, aus denen ersichtlich wurde, dass man sich mindestens auf Hendrick-Niveau bewege.

Doch all dies gilt zunächst nur für das Daytona-Rennen und auch Bill-Davis-Pilot Dave Blaney will aus den Tests noch keine mittel- und langfristigen Erkenntnisse ziehen. "Wenn wir nach Kalifornien und Las Vegas gehen, dann sollte man vielleicht nicht das gleiche Bild erwarten", warnt der 45-Jährige vor allzu euphorischen Prognosen.