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Villeneuve und der Unterschied von Formel 1 und NASCAR

21. Januar 2008 - 09:39 Uhr

Jacques Villeneuve ist nun fast ein halbes Jahr im NASCAR-Umfeld und hat viele Unterschiede ausmachen können, einer fasziniert ihn jedoch besonders

Jacques Villeneuve
Jacques Villeneuve fühlt sich in seinem neuen Umfeld sichtlich wohl
© NASCAR

(Motorsport-Total.com) - Jacques Villeneuve hat in der kommenden NASCAR-Saison die Möglichkeit, im zarten Alter von 36 Jahren den Titel "Rookie of the Year" zu gewinnen und damit die Nachfolge von Juan Pablo Montoya anzutreten. Der ehemalige Formel-1-Weltmeister scheint dabei voll motiviert in seine Debütsaison bei den US-amerikanischen StockCars gehen zu wollen, denn bei den Daytona-Tests zum Saisonauftakt war der Kanadier durchwegs vorne mit dabei.

Es hat den Anschein, als würde Villeneuve in seiner neuen Umgebung ähnliches widerfahren, wie seinem kolumbianischen Kollegen, denn seine Äußerungen über das angenehme NASCAR-Umfeld gleichen denen von Montoya fast zu 100 Prozent.


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"Die Kollegen hier sind unglaublich", erklärte Villeneuve am Wochenende. "Das Wettbewerbslevel ist unglaublich hoch und wenn wir in Europa fahren würden, dann würden wir uns vermutlich alle hassen. Aber hier ist es wie in einer großen Familie, man hilft sich gegenseitig."

In der Formel 1 müsse man eine andere Herangehensweise haben, so Villeneuve, der sich zu seiner Zeit mit den Tricks der psychologischen Kriegsführung anfreundete. "Wenn du das Leben für die anderen schwerer machen kannst, dann hast du dadurch einen Vorteil."

"Jeder arbeitet mit Tricks, macht das aber auf eine lustige Art."
Jacques Villeneuve

"Formel 1 ist eine Sache von mentalen Spielen. Man macht außerhalb des Autos alles, um sicherzustellen, dass der Konkurrent schon geschlagen ist, wenn er ins Auto steigt." In der NASCAR sei alles genau anders herum und diese ungewohnte kollegiale Atmosphäre hat schon Montoya neuen Spaß am Rennfahren gegeben.

"Es ist wie in einem großen Hinterhof. Wir drücken alle gemeinsam die Schulbank, danach gehen wir im Hinterhof spielen und alle haben Spaß. Jeder arbeitet mit Tricks, macht das aber auf eine lustige Art und alle helfen dir. Wenn sie sehen, dass du etwas falsch machst, dann geben sie dir Tipps. Das ist schon sagenhaft."

Auch Patrick Carpentier, ebenfalls ein erfahrener NASCAR-Rookie, hat ein prägnantes Beispiel auf Lager. Es ereignete sich beim ersten Cup-Rennen des Kanadiers in Watkins Glen im Sommer 2007: "Bobby Labonte kam in meinen LKW und sagte, er würde mir ein paar Tipps geben, wenn ich ihm dafür mein Setup und ein paar andere Informationen geben würde. Ich habe meinen Chefmechaniker angesehen und er hat sofort genickt. Er hat sein Buch aufgeschlagen und angefangen, mit ihm über Federn zu sprechen."