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Viel Kritik an der "Logano-Regel"

21. Januar 2008 - 10:29 Uhr

NASCAR hegt ernsthafte Gedanken, die Altersbegrenzung für den Sprint Cup auf 21 Jahre anzuheben - hinter diesen Absichten steckt die Nationwide-Serie

Joey Logano Gibbs
Joey Logano könnte im Alter von 17 Jahren ein NASCAR-Bauernopfer werden
© NASCAR

(Motorsport-Total.com) - Joey Logano wurde am 24. Mai 1990 in Middletown, Connecticut, geboren und ist als 17-Jähriger der Champion der Busch East Serie, einer regionalen Unterklasse der NASCAR. Er ist Mitglied im Driver-Development-Programm von Joe Gibbs Racing und viele NASCAR-Experten sehen in ihm einen der zukünftigen Stars der Szene - in seinen 13 Starts gewann er 2007 fünf Rennen, stand dreimal auf der Pole Position und endete zehnmal in den Top 5.

Er ist mit ein Grund, warum das Sprint-Cup-Team von Joe Gibbs Racing derzeit nur mit drei Autos am Start ist, denn nicht wenige Szenebeobachter erwarten, dass das Team 2009 mit Logano als Pilot eines vierten Gibbs-Toyotas ausrücken wird. Doch dieses Vorhaben befindet sich nun massiv am Wackeln.

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Denn eigentlich sollte der Youngster kurz nach seinem 18. Geburtstag Ende Mai 2008 sein Debüt in der Nationwide-Serie geben, um sich über den Rest der Saison 2008 die notwendige Reife für den Sprint Cup zu holen, doch NASCAR spielt mit dem Gedanken, die Altersgrenze für Cup-Piloten auf 21 Jahre anzuheben.

Während die US-Experten diese Regel kurz und bündig als die "Logano-Regel" betiteln, besteht NASCAR darauf, dass selbiges Vorhaben nichts mit dem 17-Jährigen zu tun habe. Vielmehr ginge es darum, jungen Piloten mehr Zeit zu geben, um ihre Fähigkeiten weiter zu entwickeln, damit sie dem Druck des Sprint Cups besser standhalten könnten.

Stärkung der zweiten NASCAR-Liga

Start Busch Watkins Glen
Die ehemalige Busch-Serie ist eines der NASCAR-Sorgenkinder
© NASCAR

Zudem würde man auf diesem Weg der Nationwide-Serie helfen, denn dann würden die Youngsters länger in der zweiten Liga fahren und so der ehemaligen Busch-Serie zu größerer Aufmerksamkeit gereichen. Aus dem Gibbs-Lager gab es bis dato keine Stellungnahme, doch einer, der vor wenigen Jahren selbst von so einer Regel betroffen gewesen wäre, fand in Daytona deutliche Worte.

Kyle Busch, einer von drei Piloten aus der Gibbs-Armada und erst 22Jahre alt, wäre unter dieser Regel erst im Mai 2006 im Cup gefahren, hätte also seine ersten beiden Karrieresiege aus dem Jahr 2005 gar nicht feiern können. "Um ehrlich zu sein, ich weiß nicht, was das Ganze soll", sagte er während der Daytona-Testfahrten.

"Will man einen Jungen dazu zwingen, dass er drei Jahre in der Nationwide-Serie fährt und dort drei Titel gewinnt, bevor er in den Cup aufsteigen darf? Ich denke, hinter solch einer Regel müsste eigentlich etwas mehr Philosophie stecken."

Nicht nur Kyle Busch vermutet also hinter der "Logano-Regel" eine beabsichtigte Stärkung des NASCAR-Sorgenkindes, denn was der zweiten NASCAR-Liga seit deren Bestehen am meisten abgeht, ist ein schlagkräftiges Profil. Doch ob es gelingt, die zweitbeliebteste US-amerikanische Motorsportserie ausgerechnet auf diesem Weg im Markt zu positionieren, darf durchaus bezweifelt werden.