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NASCAR
 
Montoya über die Geheimnisse der NASCAR
 
von Pete Fink 18. Januar 2008 - 09:54 Uhr
 
Juan Pablo Montoya hat in seiner ersten NASCAR-Saison sehr viel gelernt und weiß nun, worauf es ankommt - nicht immer gewinnt das schnellste Auto
 
Juan Pablo Montoya
Juan Pablo Montoya hat bei Ganassi seinen Einblick in die NASCAR erhalten
Zoom © NASCAR
(Motorsport-Total.com) - In zwei Dingen sind sich die US-amerikanischen Szenebeobachter einig, wenn das Thema Juan Pablo Montoya zur Diskussion ansteht: Zum Einen hat es kaum einen NASCAR-Rookie gegeben, der in seiner ersten StockCar-Saison mehr Potenzial vorzeigen konnte, zum Anderen herrscht Übereinstimmung in der Prognose, dass, wenn der Kolumbianer in seiner zweiten Saison seine Leistung noch einmal steigern könnte, sogar ein Platz in den NASCAR-Playoffs möglich wäre.

Neben seinem unbestrittenen Fahrtalent gelang es Montoya 2007, sich Stück für Stück an die Anfordernisse der NASCAR heranzutasten. Zu Beginn habe der 32-Jährige ein untersteuerndes Auto gebraucht, das dann zwar ein stabiles Fahrverhalten an den Tag legte, jedoch zu langsam war. Sukzessive machte das Ganassi-Team den Montoya-Dodge freier, bis er im Herbst 2007 auf den schnellen Ovalen auch mit einem übersteuernden Fahrzeug zu Recht kam.



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Ebenso stellte sich sein Lernprozess dar, vor allem in Bezug auf die Kommunikation mit dem Team. "Er ist so intensiv", beschreibt Crew-Chief Donnie Wingo seinen Piloten. "Er schreit und tobt den ganzen Tag, wenn er in einem Top-5-Auto nur Zehnter wird. Aber am Abend geht er zum Team und gratuliert jedem zu seinem guten Job." So motiviere Montoya seine Truppe und "bringe alle auf das nächst höhere Level."

Mit der Zeit hat Montoya auch verstanden, wie man das Fahrzeug im Rennen abzustimmen hat. "Ich denke, dass war mit die wichtigste Sache", analysierte Montoya. "Ich habe ein wenig darüber gelernt, wie ich das Auto im Rennen zu verbessern habe. Das war mein ganz großer Schwachpunkt." Denn eines hat Montoya in der NASCAR auch gelernt: Man muss nicht zwingend das schnellste Auto im Feld haben, um in die Victory Lane zu fahren.

 
NASCAR hat seine eigenen Regeln

Juan Pablo Montoya
In Sonoma gewann Juan Pablo Montoya auch nicht mit dem schnellsten Auto
Zoom  Mehr© NASCAR
"Irgendwer kann ein besseres Benzinfenster haben und er wird dadurch auch auf einer Rundstrecke gewinnen", weiß Montoya. "Oder du hast einfach nur eine falsche Boxenstrategie - hier gibt es immer vier oder fünf Jungs, die jederzeit ein Rennen gewinnen können."

Montoya gewann im März 2007 ein Busch-Rennen in Mexiko und Ende Juni das Cup-Event im kalifornischen Sonoma und dort hatte er - wie er selbst zugibt - eben genau "nicht das schnellste Auto. In Watkins Glen war das Auto viel besser, aber wir haben versagt." Ein zu lange übersetzter erster Gang brachte den Kolumbianer bei jedem Restart in arge Bedrängnis, was dann irgendwann zu einer Kollision und dem berühmten Boxkampf mit Kevin Harvick führte.

"Was ich gelernt habe: Wenn du Probleme hast, dann bist du hier so richtig verloren", lautet die Montoya-Erkenntnis seiner ersten NASCAR-Saison. "Ganz ehrlich, bevor du kein Stock Car gefahren bist, weißt du nicht, was das Wort Probleme bedeutet. Es ist unglaublich. Du kannst zu einem Rennwochenende kommen, dich als 35. qualifizieren, im Rennen mit zwei Runden Rückstand 30. werden und keine Ahnung haben, warum es nicht funktioniert hat."

"Am nächsten Wochenende hast du die gleichen Probleme und wirst Dritter. Was hast du anders gemacht? Das Auto war schneller, du hast dich sicherer gefühlt und dein Setup war auch besser. Wer hätte denn gedacht, dass ich in Indianapolis Zweiter werde? Ich nicht. Ich dachte, wir könnten vielleicht ein Top-10-Ergebnis rausholen."

 
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