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IRL-Chef mit konkretem Angebot in Richtung ChampCars

24. Januar 2008 - 09:11 Uhr

IRL-Chef Tony George hat den ChampCar-Bossen ein konkretes Angebot unterbreitet: freie Chassis, freie Motoren und fünf ChampCar-Events im Kalender

Start in Long Beach 2006
Auch Long Beach soll Schauplatz eines gemeinsamen Kalenders sein
© CCWS

(Motorsport-Total.com) - Der Split zwischen den ChampCars und der IRL geht 2008 in seine 13. Saison und vielleicht ist diese auch die letzte, was nichts anderes bedeuten würde, als dass die 13 vielleicht doch keine Unglückszahl ist. Denn die Gerüchte verdichten sich, dass zwischen Tony George und den ChampCar-Bossen wieder eine Kommunikation stattfindet, die bereits ganz konkrete Inhalte haben soll.

'Speed.TV' will erfahren haben, dass der IRL-Chef in Indianapolis mit Gerald Forsythe, Kevin Kalkhoven, Dan Pettit und Paul Gentilozzi verhandelt haben soll. Dabei soll George den versammelten ChampCar-Bossen ein konkretes Angebot gemacht haben: Freie Dallara-Chassis, freie Honda-Motoren und die ChampCar-Events von Long Beach, Toronto, Edmonton, Mexico City und Surfers Paradise sollten in einen gemeinsamen Kalender aufgenommen werden.

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Das ganze Paket soll bereits Gültigkeit für das aktuelle Jahr 2008 haben und angeblich wäre George sogar bereit gewesen, den Motegi-Termin zugunsten des parallel stattfindenden Long-Beach-Rennens in den Herbst zu verschieben. Nun muss man insofern vorsichtig sein, als dass es auch in den vergangenen Jahren immer wieder eine Kommunikation zwischen den beiden Lagern gab - neu daran ist, dass es offensichtlich der IRL-Boss war, der ganz konkrete Dinge auf den Diskussionstisch warf.

Während aus dem IRL-Lager kein Kommentar abgegeben wurde, zeigten sich einige der ChampCar-Teamchefs von diesem Vorhaben angetan. Carl Haas, einer der Besitzer des dominanten Newman/Haas-Teams, das mit Sébastien Bourdais zuletzt vier Titel in Folge gewann, gab zu, solch eine Möglichkeit zumindest in Betracht zu ziehen: "Vielleicht wird es dieses Jahr nicht geschehen, aber es ist sehr wahrscheinlich, dass wir so etwas in 2009 machen, denn es muss eine einzige Serie geben."

ChampCar-Teamchefs einig: Gute Idee

Robert Doornbos Paul Stoddart Keith Wiggins
Geht auch Minardi den Weg in Richtung des George-Vorschlages?
© ChampCar Media

Derrick Walker erklärte, dass er bereits zu dem Zeitpunkt, als die IRL ihr neues Preisgeldsystem veröffentlichte, mit einem Wechsel kokettierte. 1,2 Millionen US-Dollar pro Saison bekommt ein Fulltime-Team 2008 in der IRL - für Walker zu wenig, doch dazu noch freie Motoren und freie Chassis? "Das würde fast passen und darüber müsste ich sicherlich nachdenken."

Unter den ChampCar-Teamchefs gibt es kaum jemanden, der die Offensive von George nicht als positiv betrachtet, doch wie immer gibt es dabei noch ein paar ganz große Probleme: Macht, Kontrolle und Geld. Natürlich will George all dies für sich beanspruchen, und die ChampCar-Bosse im Gegenzug 100 Millionen US-Dollar. Angeblich hat Forsythe das Angebot von George bereits abgelehnt, doch kann er verhindern, dass seine Teams in die IRL abwandern?

Neben Newman/Haas/Lanigan und Team Australia hat auch Keith Wiggins, der Mitbesitzer von Team Minardi USA, mitteilen lassen, dass sich Paul Stoddart eine einzige Serie wünscht. Und ohne diese drei Teams, die 2007 fünf Plätze unter den Top 10 erreichten, wäre eine auch nur einigermaßen starke ChampCar-Serie quasi undenkbar.

"Ich denke, Kevin und Gerry wollen Anteile bei diesem Deal", vermutet Jimmy Vasser, das "V" des PKV-Teams. "Vielleicht hapert es daran." Conquest-Chef Eric Bachelaert bringt die allgemeine Stimmungslage unter den ChampCar-Teamchefs auf den Punkt: "Für 2008 ist es zu spät, aber Tonys Plan ist für 2009 eine gute Idee."