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Horror-Wochenende für die ChampCar-Serie

21. Januar 2008 - 08:13 Uhr

Erst Raphael Matos, dann Gerüchte um Derrick Walker und nun der Rücktritt von Renndirektor Tony Cotman - ein schlimmes Wochenende für die ChampCars

Team Australia
Derrick Walker will 2008 nur mit einem der zwei Team-Australia-Panoz antreten
© bammedia.com

(Motorsport-Total.com) - "Jedes Jahr musst du doch Angst haben, ob es die ChampCar-Serie überhaupt noch gibt", sagte A.J. Allmendinger vor ein paar Monaten gegenüber 'Motorsport-Total.com' und das vergangene Wochenende könnte die schwierigen Vorzeichen, unter denen die ChampCar-Serie in die Saison 2008 geht, nicht besser beschreiben.

Raphael Matos, der Titelträger der Formel Atlantic gab am Samstag bekannt, dass er in der kommenden Saison bei den IndyCars für das Team von Andretti/Green-Racing fahren werde. Allerdings nicht in der IRL, sondern in der IndyPro-Serie, der zweiten Liga der Indy Cars.


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Und dies obwohl er mit einigen Teams aus der ChampCar-Serie sprach und mit seinen zwei Millionen US-Dollar, die er für den Titelgewinn in der Atlantic Serie erhielt, ziemlich genau die Summe hatte, die er für eine komplette ChampCar-Saison benötigen würde.

Mit anderen Worten: Der Brasilianer wechselt von der zweiten ChampCar-Liga in die zweite IRL-Liga und das Ganze wird von den ChampCar-Bossen bezahlt - IndyCar-Chef Tony George dürfte sich angesichts dieses Coups die Hände reiben. Doch die Angelegenheit wird noch schlimmer.

Gerüchte um Walker - Cotman tritt zurück

Will Power
Will Power wird 2008 wohl der einzige Team-Australia-Vertreter sein
© ChampCar

Denn nach Informationen US-amerikanischer Medien überlegt Derrick Walker, der Teamchef der ChampCar-Mannschaft von Team Australia nun, 2008 nur ein einziges Auto an den Start zu bringen - und dabei dürfte es sich natürlich um Will Power handeln.

Vergangene Saison saß Simon Pagenaud, der Atlantic-Champion 2006, im zweiten Aussie-Panoz und er bezahlte exakt die zwei Millionen US-Dollar, die er für seinen Atlantic-Titel bekam. Und die Gerüchte um Walkers Ein-Wagen-Team entstanden just an dem Wochenende, an dem Nachfolger Matos seinen Wechsel in die IRL bekanntgab.

Ist das alles nur Zufall? Dies kann jeder für sich selbst beurteilen, einer der möglicherweise seine Schlüsse aus der ganzen Angelegenheit gezogen hat, ist Tony Cotman, der weithin respektierte Renndirektor der ChampCars, denn er trat am Wochenende ebenfalls zurück - ein weiterer Schlag für die ChampCar-Offiziellen.

Natürlich wäre es gewagt, den Cotman-Schritt in Zusammenhang mit den Geschehnissen um Matos und Team Australia zu bringen, doch das Timing des Cotman-Rücktrittes könnte schlechter nicht sein. Und was machen die ChampCar-Bosse? Im Prinzip das Gleiche, wie bereits 2007: Sie schweigen.