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Hornish Jr. und seine Wechselgründe

16. Januar 2008 - 13:28 Uhr

Sam Hornish Jr. hat drei IRL-Titel und einen Indy-500-Sieg erreicht, doch beinahe wäre seine Karriere im zarten Alter von 28 Jahren beendet gewesen

Sam Hornish Jr.
Sein StockCar-Wechsel wird Sam Hornish Jr. in den USA noch populärer machen
© NASCAR

(Motorsport-Total.com) - Sam Hornish Jr. wird - wenn alles normal verläuft - am 10. Februar 2008 zum ersten Mal Vaterfreuden entgegenblicken, was der 28-Jährige mit einigen Bauchschmerzen erwartet, denn ausgerechnet an diesem Tag ist in Daytona der Pole-Day, die Qualifikation. "Das stört mich ein wenig, denn eigentlich will ich unbedingt bei der Geburt dabei sein", so der Penske-Pilot."

Doch nach dem Punktetausch zwischen ihm und Kurt Busch ist das Qualifying nicht mehr existenziell für den dreifachen IRL-Champion, und das weiß Hornish durchaus zu schätzen: "Das schönste Weihnachtsgeschenk in diesem Jahr war für mich die Erleichterung, in die ersten fünf Saisonrennen gehen zu können und zu wissen, dass ich auch ein Rennen fahren werde."

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Es sei schwer genug, überhaupt in die Top 35 vorstoßen zu können, "aber wenn du das erste - und gleichzeitig wichtigste - Rennen der Saison verpasst, dann wirst du diese Nachwirkungen noch lange spüren." So kann er in aller Ruhe die Speed-Weeks von Daytona bestreiten und sich in den beiden Gatorade-Duels zusätzliche Rennerfahrung holen.

"Ich wollte in Daytona immer schon Rennen fahren", erklärte der Penske-Pilot am Dienstagabend und gab so einen Einblick in seine persönlichen Wechselmotive. "Es ging einfach nur um den Wettbewerb. Als ich 2002 zum ersten Mal mit Penske sprach, war eine meiner Fragen, ob die Möglichkeit bestehe, irgendwann einmal StockCars zu fahren. Das hat meine Motivation aufrecht erhalten und mich gepusht."

Nach seinen drei IRL-Titeln und seinem Sieg beim Indy 500 habe er einfach eine neue Herausforderung gebraucht. "Ich bin zwar erst 28 Jahre alt, aber ich wusste nicht, wie lange ich noch Rennen fahren würde." Nun ist er ein StockCar-Pilot, aber bei weitem nicht der einzige ehemalige Kandidat aus den Formelklassen.

Mit Juan Pablo Montoya, Jacques Villeneuve, A.J. Allmendinger und Patrick Carpentier gibt es einige prominente Leidensgenossen, die den schwierigen Sprung in die StockCar-Welt gewagt haben, doch mit einem verbindet ihn am meisten - sein ehemaliger IRL-Konkurrent Dario Franchitti.

"Das ist richtig nett, denn so hast du jemandem, mit dem du reden kannst. Ich erinnere mich, als Dario in Texas zu mir kam und sagte: 'Mann, das ist so hart, ich kann das gar nicht glauben. Warum hast du mir nicht erzählt, wie schwierig das Ganze ist?' Ich antwortete ihm: 'Weil du es mir sowieso nie geglaubt hättest.'"