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Gibbs: "Wir wollen um den Titel fahren"

05. Januar 2008 - 14:47 Uhr

Das Team von Joe Gibbs Racing will nach seinem Wechsel zu Toyota kein Übergangsjahr einlegen, sondern sofort um den NASCAR-Titel mitfahren

Tony Stewart
Tony Stewart und das Gibbs-Team sehen sich 2008 im Titelkampf
© NASCAR

(Motorsport-Total.com) - Bobby Labonte holte sich den NASCAR-Titel im Jahr 2000 - in einem Pontiac von Joe Gibbs Racing. 2002 lautete der NASCAR-Champion Tony Stewart, dann jedoch bereits in einem Gibbs-Chevrolet und drei Jahre später legte Stewart eine zweite Meisterschaft nach. Das macht in Summe drei Gibbs-Titel in den vergangenen acht Jahren.

Nun also vollzieht Joe Gibbs mit seiner Truppe erneut einen Motorenwechsel - von Chevrolet zu Toyota. Anfang dieses Jahrtausends dauerte es genau zwei Jahre, bis die Triebwerksänderung von Pontiac zu Chevrolet vervollständigt war und es gibt nicht wenige Experten, die glauben, dass sich der nun bevorstehende Wechsel noch schneller vollziehen wird.

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Doch ganz so einfach stellt sich die Sache nicht dar. Natürlich hat Gibbs ab sofort einen der stärksten Motoren im Feld zur Verfügung, wenn man den nur unter der Hand verfügbaren Prüfstandangaben trauen kann. Genauso sicher ist eine klare Nummer-eins-Stellung in der Toyota-Armada, aber es gibt durchaus ein paar kleine Unwägbarkeiten.

Denn während die Chevrolet-Fraktion die dominante Marke der letzten NASCAR-Jahre war, hat Toyota sein NASCAR-Programm erst zu Beginn der Saison 2007 gestartet. Mit Red Bull und Michael Waltrip Racing waren zwei neue Teams am Start, auch Bill Davis Racing ist nicht zur Eliteklasse der NASCAR-Teams zu zählen.

Der erste Sieg bereits in Daytona?

Tony Stewart Greg Zipadelli
Tony Stewart und Greg Zipadelli wollen bereits in Daytona wieder jubeln
© NASCAR

Doch das soll sich nun ändern: "Ich erwarte für 2008, dass wir uns von Beginn an gut präsentieren werden und sogar ein Wort um die Meisterschaft mitreden", erklärte Teamchef J.D. Gibbs jetzt gegenüber 'Speed TV' deutlich. "Natürlich ist der Wechsel von GM zu Toyota eine große Sache, aber alle Schlüsselleute sind geblieben." Es wäre also durchaus eine "Enttäuschung", wenn dieses hehre Ziel nicht erreicht werden könnte.

Dabei ist eines auch klar, denn der Zeitpunkt des Wechsels war gut getimt. "Mit dem alten Auto wäre das Ganze viel härter gewesen", glaubt Jimmy Makar, der schon 2000 der Crew Chief am Labonte-Pontiac war, und heute als Vizepräsident für die Gibbs-Rennabteilung verantwortlich zeichnet. "In den letzten Jahren hat NASCAR die Regeln so vorgegeben, dass die Autos immer ähnlicher werden."

"Das größte Problem ist der neue Motor", bestätigt Greg Zipadelli, der Crew-Chief von Tony Stewart. "Wir müssen sicherstellen, dass die Motorenleute genug Zeit bekommen - und auch die geeigneten Teile, damit sie sicherstellen können, das alles am richtigen Ort ist."

Stewart, Denny Hamlin und Neuzugang Kyle Busch werden in Daytona unter Beweis stellen müssen, dass die ambitionierten Zielvorgaben auch umgesetzt werden können. "Wir glauben, dass wir in Daytona um die Pole und den Sieg mitfahren können", ist Steve Addington, der neue Crew-Chief von Kyle Busch überzeugt. Toyota würde es freuen, denn bisher ist man in der NASCAR noch sieglos.