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Ganassi: Montoya wird Franchitti helfen
Chip Ganassi macht keinen Hehl aus der Tatsache, dass Juan Pablo Montoya und Dario Franchitti in der Cup-Saison 2008 eng zusammen arbeiten werden
(Motorsport-Total.com) - Als Juan Pablo Montoya noch in der Formel 1 fuhr, hatte er nicht unbedingt das Image, seinem jeweiligen Teamkollegen gegenüber besonders aufgeschlossen zu sein. In der NASCAR ist dies anders - übrigens genau, wie schon zu seinen ChampCar-Zeiten mit Jimmy Vasser.
Dario Franchitti lautet der Name des neuen Montoya-Kollegen in der Saison 2008 und beide kennen sich schon seit 1994, als der Kolumbianer als damals 19-jähriger Jungspund in Silverstone Franchittis Auto in der britischen Formel 3 testen durfte - prompt mit einem gebrochenen Bremspedal in die Reifenstapel setzte.
Fünf Jahre später lieferten sie sich ein Kopf-an-Kopf-Duell um den Titel in der CART-Serie, das der Kolumbianer bei Punktgleichstand mit mehr erzielten Rennsiegen für sich entscheiden konnte, und es gab auch damals keine Spur von gegenseitigen Animositäten.
"In den USA ist das alles anders", sagte Montoya nun gegenüber der 'AP'. "Wir fuhren gegeneinander um den CART-Titel, kamen aber trotzdem gut miteinander aus. Nur auf der Strecke waren wir Gegner." Etwas mehr als zwei Lebensjahre trennen die beiden NASCAR-Piloten, die seit Anfang des Jahres zum ersten Mal als Teamkollegen unterwegs sein werden.
Dies funktioniert offenbar bereits perfekt. Als Scott Pruett den Ganassi-Lexus in Daytona die letzten Runden ins Ziel trug, grillten sich Montoya und Franchitti neben ihren Motorhomes gemeinsam ein paar Steaks und gaben so ihrem angespannten Teamchef eine kleine Gelegenheit zur Ablenkung.
"Er wird für mich sehr wichtig werden, denn er kommt aus der gleichen Motorsportszene", sagt Franchitti über Montoya. "Wir sprechen in vielen technischen Dingen die gleiche Sprache." In Daytona hat dies bereits gut funktioniert, aber dabei handelte es sich nicht um ein reines Ovalrennen.
Sorenson ein starker Dritter im Bunde
Franchitti hat 2008 einen harten Übergang vor sich, den Montoya 2007 erlebte. Und man kann sich gut ausmalen, dass die beiden Umsteiger innerhalb des Ganassi-Teams in den 38 Saisonrennen des NASCAR Sprint Cups ganz eng zusammenarbeiten werden, was Chip Ganassi nicht einmal versucht zu dementieren.
Allerdings gibt es da noch einen Dritten im Bunde, der zwar - rein alterstechnisch gesehen - der mit Abstand jüngste Ganassi-Pilot anno 2008 sein wird, jedoch bereits in seine dritte Cup-Saison geht: Reed Sorenson, der einzige US-Amerikaner bei Ganassi.
"Er weiß, dass er zwei Teamkollegen hat, die zusammenarbeiten werden", sagte Ganassi in Las Vegas. "Aber das motiviert ihn umso mehr. Er ist überhaupt nicht in irgendwelche politischen Dinge oder Egos verstrickt, er wird sich darauf konzentrieren, Rennen zu gewinnen. Das wird ein gutes Jahr für ihn werden."
Einen Sieg beim Daytona 500 bezeichnete der Teamchef wiederholt als ein "erreichbares Ziel" und Sorenson stimmt ihm indirekt zu: "Mit Juan Pablo, Dario und mir haben wir drei gute Leute. Ich denke, dass es dieses Jahr Zeit wird, dass wir Chip Ganassi Racing in sein Siegerteam verwandeln."
Franchitti war übrigens einer derjenigen Piloten, die gleich am ersten Testtag von Las Vegas sein Auto in die Mauer setzten, was Chip Ganassi damit begründete, dass der Schotte direkt vom 24 Stundenrennen in Daytona nach Las Vegas gejettet sein und wohl noch etwas "Anpassungsprobleme" gehabt habe.










