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Heroin-Sünder: "Wäre fast gestorben!"

02. Dezember 2007 - 16:00 Uhr

Craftsman-Truck-Pilot Aaron Fike spricht erstmals über seine überwundene Heroinsucht und schildert, wie er knapp dem Tod entronnen ist

Aaron Fike
Hat seine Heroinsucht überlebt und hofft auf ein Renncomeback: Aaron Fike
© NASCAR

(Motorsport-Total.com) - Anfang Juli wurde Craftsman-Truck-Pilot Aaron Fike in der Nähe von Cincinnati gemeinsam mit seiner Verlobten in seinem Auto quasi auf frischer Tat mit Heroin ertappt. Seine Rennfahrerkarriere ist zwar inzwischen zumindest vorübergehend beendet, weil ihn die NASCAR gesperrt hat, aber zumindest hat der Amerikaner nun sein Leben wieder im Griff.

Nach seiner Verhaftung machte sich Fike Gedanken, wie er dem Gefängnis aus dem Weg gehen könnte. Er arbeitete für Staatsanwältin Rachel Hutzel gemeinsam mit seinem Verteidiger einen Alternativplan aus, der neben einem Rehabilitierungsprogramm vor allem aktive Drogenaufklärungsarbeit im Jugendbereich beinhaltet. Konkret bedeutet dies unter dem Namen "Racing against Drugs" Vorträge an Rennstrecken, in Schulen und an anderen Orten.

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Heroinsucht begann im Dezember 2006

Selbst ins Drogenmilieu geschlittert ist Fike eigener Aussage nach, weil er sich "in den falschen Kreisen" bewegt hat. Außerdem war er quasi vorbelastet: Wegen einer Rückenverletzung musste er sechs Jahre lang rezeptpflichtige Schmerzmittel einnehmen, die er etwas großzügiger konsumierte als vom Arzt empfohlen. Vergangenen Dezember schließlich kam er erstmals mit Heroin in Berührung, bis er gemeinsam mit seiner Verlobten Cassandra Davidson verhaftet wurde.

"Nach vier Monaten in der Rehabilitation weiß ich, dass ich tot wäre, wenn sie mich nicht erwischt hätten", sagt Fike, der zum Zeitpunkt seines Zwangsausstiegs aus der Craftsman-Truck-Serie Gesamtachter war und Chancen hatte, Rookie of the Year zu werden. "Zu einem Zeitpunkt während meiner Drogensucht hörte ich zu atmen auf. Da wäre ich fast gestorben! Früher oder später hätte mich mein Glück im Stich gelassen."

Von der Rennstrecke in die Gefängniszelle

"Man muss sich das vorstellen: Einen Tag war ich NASCAR-Fahrer und die Fans baten mich um mein Autogramm, und am nächsten Tag lag ich in Handschellen auf dem Boden einer Gefängniszelle, noch dazu völlig fertig vom Heroinentzug", erinnert sich der Amerikaner an die bisher schwärzesten Stunden seines Lebens. Obwohl er Heroin nicht jeden Tag konsumiert hat, ist er froh, den Entzug geschafft zu haben: "Ich bin glücklich, dass ich heute clean bin und noch lebe."

Was ein Comeback im Rennsport angeht, so hat Fike prinzipiell vor, es noch einmal zu versuchen, schließlich ist er mit seinen 25 Jahren bei den Stockcars fast noch ein Küken. Alles steht und fällt aber mit der Bereitschaft der NASCAR, ihn zu rehabilitieren und ihm die Lizenz zurückzugeben - was im Moment nicht geplant ist: Erst einmal wird das rechtliche Verfahren abgewartet, dann muss sich Fike einem Drogentest unterziehen; erst danach will die NASCAR eine Entscheidung treffen.

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