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Franchitti: "Es wird richtig hart"

19. Dezember 2007 - 14:29 Uhr

Über einen Beschäftigungsmangel kann sich Dario Franchitti in diesem Winter nicht beklagen - Terminstress pur in der Vorbereitung für das Daytona 500

Dario Franchitti Juan Pablo Montoya
Dario Franchitti im Gespräch mit seinem Teamkollegen Juan Pablo Montoya
© NASCAR

(Motorsport-Total.com) - NASCAR-Neueinsteiger Dario Franchitti wird im Januar und Februar 2008 einen Vorgeschmack darauf bekommen, was es bedeutet, wenn ein Formelpilot in die NASCAR wechselt, denn sein Terminplan ist so prall gefüllt, dass er kaum Gelegenheit haben wird, aus dem Auto herauszuklettern.

Am 4. und 5. Januar wird Franchitti zusammen mit seinem Teamkollegen Juan Pablo Montoya in Daytona zwei Tage den Ganassi-Prototypen für das 24-Stunden-Rennen von Daytona testen. Anschließend geht es für einen Tag auf das Shorttrack-Oval von New Smyrna ganz in der Nähe von Daytona, dann jedoch schon im Ganassi-CoT.


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Nach einer Woche mit Sponsorenverpflichtungen wird es dann richtig ernst: Vom 14. bis zum 16. Januar stehen die ersten offiziellen Sprint-Cup-Tests in Daytona an, gleich im Anschluss wird der Schotte vom 18. bis 20. Januar am gleichen Ort seinen Nationwide-Dodge erproben.

Vollgepackter Winter für Franchitti

Dario Franchitti
Dario Franchitti testet im Winter fast jede Woche sein neues Ganassi-CoT
© NASCAR

Das 24-Stunden-Rennen von Daytona läuft am Wochenende vom 24. bis 27. Januar, am 28. und 29. Januar testet der Sprint-Cup in Las Vegas, am 30. und 31. Januar die Nationwide-Serie. Parallel dazu wird am 31. Januar und 1. Februar überlappend im Sprint-Cup-CoT auf dem California Speedway in Fontana gefahren.

Danach gibt es eine Woche Pause, bevor die große Daytona Speedweek am 7. Februar beginnt und bis zum Sprint-Cup-Event, den Daytona 500 am 17. Februar, dauern wird. Ein knalliges Programm für Franchitti, dessen eher gemütliche Zeiten in der IRL nun endgültig der Vergangenheit angehören.

Seinem Kollegen Sam Hornish Jr. wird es kaum anders gehen und der Penske-Pilot war es auch, der neben Montoya den größten Einfluss auf die Franchitti-Entscheidung hatte: "Ich sprach davon, dass ich eine neue Herausforderung wollte, aber ich habe nicht realisiert, wie groß diese Herausforderung wirklich war", so der 34-Jährige. "Ich habe Sam dieses Jahr in einigen seiner Busch-Rennen beobachtet und ich weiß, was für ein guter Rennfahrer er ist. Ich sah ihm zu und dachte mir, dass er Probleme hat. Jetzt weiß ich, warum das so war."

Lieber selber fahren als fernsehen

Dario Franchitti Ashley Judd
Ashley Judd muss in Zukunft wohl nicht mehr so oft NASCAR schauen
© IRL

Aber dieser Terminstress hat noch einen weiteren Grund, denn nach Aussage des Ganassi-Teams saß Montoya vor Jahresfrist fast doppelt so oft in einem Stockcar, wie Franchitti in diesem Herbst, obwohl der Schotte trotzdem jede Woche entweder testete oder Rennen fuhr.

"Es wird hart, darüber mache ich mir keinerlei Illusionen", weiß Franchitti jetzt. "Das ist wahrscheinlich die größte Herausforderung in meiner ganzen Karriere, und das ist auch ein Grund, warum ich es gemacht habe." Einen Trost hat er, und der stammt aus dem Munde seines kolumbianischen Teamkollegen: "Als ich ankam, sagte mir Juan Pablo, dass ich das Rennfahren hier lieben werde."

Am 17. Februar 2008 wird Franchitti seine Premiere in der NASCAR-Premiumliga geben und es wird sich dabei gleich um das legendärste aller Stockcar-Rennen handeln, das Daytona 500. Seine Ehefrau, US-Schauspielerin Ashley Judd, verknüpft übrigens mit den Aktivitäten des Gemahls ihre ganz eigenen Hoffnungen, wie Franchitti verrät: "Ashley fragte mich: 'Nachdem du das nun nächstes Jahr selber machen wirst, müssen wir uns das alles dann immer noch so oft im Fernsehen ansehen?'"

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