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Youngster Graham Rahal als Hoffnungsträger

13. November 2007 - 14:59 Uhr

Bobby Rahal war in Mexiko und beobachtete die Fortschritte seines Sohnes Graham - auch der dreifache CART-Champion will die Wiedervereinigung

Graham Rahal
Graham Rahal ist einer der wenigen US-Hoffnungen im Formelsport
© ChampCar

(Motorsport-Total.com) - Mike Lanigan, der designierte Teamchef bei Newman/Haas/Lanigan, setzte in Mexiko ein deutliches Zeichen, als er seinen Youngster Graham Rahal bei einer Sponsorenveranstaltung mit den Worten "unsere Zukunft" vorstellte, und es war wohl kein wirklicher Zufall, dass es sich dabei genau das Wochenende handelte, an dem Seriensieger Sébastien Bourdais seinen USA-Abschied gab.

Dabei hat die Aussage Lanigans durchaus einen doppelten Hintergrund, denn den Begriff Zukunft kann man in den aktuellen ChampCar-Zeiten sowohl in sportlicher Natur, als auch als Business-Hintergrund auffassen. US-Boy Rahal verkörpert für das NHL-Team wohl beides.


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Ein Blick die Siegerliste der abgelaufenen Saison, in der der hellblaue Nummer-2-Panoz nicht auftaucht, wäre dabei wohl etwas zu einfach, denn Rahal absolvierte 2007 seine ChampCar-Debütsaison. Aber fast noch wichtiger in der Beurteilung seiner sportlichen Leistung ist die Tatsache, dass er immer noch erst 18 Jahre alt ist.

Gerade einmal drei Saisonrennen dauerte es, bis der Youngster in Houston mit Platz zwei eine erste Duftmarke setzen konnte. Es folgten drei weitere dritte Plätze in Edmonton, Elkhart Lake und Zolder, bevor er zum Saisonfinale in Mexiko City mit Rang vier denkbar knapp an seinem fünften Podium vorbeischrammte.

Auch Bobby Rahal will eine Formelserie

Bobby Rahal
Auch Bobby Rahal will eine einzige amerikanische Formelserie
© IRL

Dabei steuerte Rahal Jr. zwischenzeitlich direkt darauf zu, doch Oriol Servia durchkreuzte die ambitionierten Pläne des US-Hoffnungsträgers: "Natürlich wäre es besser gewesen, diesen dritten Platz halten zu können, und die Saison auf dem Podium zu beschließen", so Rahal nach dem Rennen. "Aber Oriol war auf den weicheren Reifen unterwegs und hatte noch mehr Zeit auf seiner Power-to-Pass-Uhr."

So beendete er seine erste ChampCar-Saison auf Rang fünf in der Gesamtwertung, was unter anderem auch Vater Bobby sehr erfreute, der in Mexiko persönlich anwesend war: "Ich liebe es, ihn fahren zu sehen", erklärte der dreifache CART-Champion gegenüber der 'AP'. "Ich meine, er ist ja erst 18 Jahre alt und schon ein extrem guter Fahrer. Ganz ehrlich: Wenn ich ihm zusehe, dann geht mir schon ein wenig das Herz auf."

Und der stolze Papa hätte auch "nichts dagegen, wenn er meine Leistungen noch übertreffen könnte. Das würde mich mehr als glücklich machen." Rahal Sr. betreibt übrigens in der IRL ein eigenes Zwei-Wagen-Team und - nicht zuletzt im Sinne seines Sohnemanns - macht auch er keinen Hehl daraus, dass er eine Wiedervereinigung der beiden US-amerikanischen Open-Wheel-Klassen sofort unterstützen würde.

"Keiner der beiden kann hier sitzen und von sich behaupten, dass er der Gewinner sei. Für den weiteren Fortbestand beider Serien müssen sie wieder zusammengehen", so IRL-Teamchef Rahal im Rahmen einer Konkurrenzveranstaltung. "Ich würde hier gerne sitzen, aber dann in einer einzigen Serie. Das würde ich wirklich gerne."

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