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Urteil im Kalkhoven-Prozess: "Nicht schuldig"

28. November 2007 - 09:28 Uhr

ChampCar-Chef Kevin Kalkhoven wurde im Prozess wegen Insiderhandels gestern Abend von den Geschworenen in Oakland freigesprochen

Kevin Kalkhoven
Kevin Kalkhoven kann sich nun wieder auf die sportlichen Dinge konzentrieren
© ChampCar

(Motorsport-Total.com) - ChampCar-Chef Kevin Kalkhoven kann aufatmen: Die Jury am U.S. District Court in Oakland hat gestern Abend nach "ungewöhnlich kurzer Beratungszeit" ihr Urteil bekannt gegeben und das lautet "Nicht schuldig". Dieser Spruch gilt sowohl für Kalkhoven selbst, als auch für seine drei Mitangeklagten.

In einem über sechs Wochen andauernden Prozess musste sich Kalkhoven, der ehemalige Vorstand des US-amerikanischen Elektronikunternehmens JDS Uniphase, zusammen mit drei weiteren leitenden Angestellten vor Gericht dem Vorwurf stellen, er habe im Jahr 2000 in großem Maße Aktienanteile an der Technologiebörse NASDAQ verkauft, bevor man mit negativen Meldungen an die Öffentlichkeit gegangen sei.

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Insiderhandel nennt man dies im Fachjargon der Börse und der Vorwurf stammt aus der turbulenten Aktien-Zeit des Jahres 2000. Die Klage selbst stammte aus dem Jahr 2002, Hauptkläger war der Connecticut Retirement Plans and Trust Funds.

Eine Verurteilung Kalkhovens hätte aller Wahrscheinlichkeit nach schwerwiegende Folgen für die ChampCar-Serie gehabt, denn der gebürtige Australier ist nicht nur Chef der Serie, sondern auch Mitbesitzer am Rennstall PKV Racing, Motorenlieferant Cosworth Engineering, sowie den beiden Grands Prix von Long Beach und Toronto.

"Nach fünf Jahren, in denen wir jedes E-Mail und jeden Angestellten bei JDS Uniphase befragt haben, konnten die Kläger keine Hand an Kevin Kalkhoven mehr legen", erklärte sein Anwalt Michael Shepard, der für die Kanzlei Heller Ehrman in San Francisco arbeitet.

"Wie ich in meinem Eröffnungsplädoyer bereits vorausgesagt hatte, ist alles, was die Kläger nachweisen konnten, die Tatsache, dass Mr. Kalkhoven sehr reich ist. Wir danken der Jury, dass sie die Fakten in einer fairen Art und Weise geprüft haben und den kompletten Mangel an Beweisen nachvollzogen haben."

Dieser Prozess habe unterstrichen, dass es JDS Uniphase gut ging, solange Kalkhoven in seinem Amt gewesen sei. Kalkhoven selbst war bei der Urteilsverkündung nicht persönlich anwesend.

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