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NASCAR-Konvoi erschreckt New York City

29. November 2007 - 09:57 Uhr

Zehn NASCAR-Boliden machten gestern New York City unsicher, als sie im traditionellen Victory-Lap-Konvoi vom Time Square zur 7th Avenue fuhren

Jimmie Johnson Jeff Gordon
Jimmie Johnson und Jeff Gordon führten die NASCAR-Siegerparade an
© NASCAR

(Motorsport-Total.com) - Geschätzte 150.000 Menschen standen gestern in den Strassen von New York City, als der NASCAR-Konvoi der Top-10-Piloten der abgelaufenen Saison im Rahmen der Championship Week ihre Boliden durch die US-amerikanische Metropole bewegten - Millionen saßen zuhause an ihren Fernsehgeräten und sahen die Live-Bilder von 'ABC'.

Jimmie Johnson, Jeff Gordon, Clint Bowyer, Matt Kenseth, Kyle Busch, Tony Stewart, Kurt Busch, Jeff Burton, Carl Edwards und Kevin Harvick bildeten einen zehn Autos starken Konvoi, der sich von Times Square über den Broadway die 7th Avenue hinauf bewegte, und die Piloten hatten sichtlich ihren Spaß.

"Es ist für uns wirklich eine Ehre, durch die Strassen von New York City zu fahren und die ganzen Menschen zu sehen", gab NASCAR-Champion Jimmie Johnson zu Protokoll. Der Hendrick-Pilot befindet sich bereits seit Sonntagabend im "Big Apple" und absolviert einen wahren Medien-Marathon.

Während Johnson bereits als New-York-Routinier gelten kann, war es für Clint Bowyer der erste Auftritt: "Das gibt mir jede Menge Motivation, um für das nächste Jahr noch härter zu arbeiten", strahlte der Childress-Pilot, der als Dritter sicherlich der Überraschungsmann des Jahres war. "Das hier ist sicher nicht unser typisches Publikum", bemerkte Bowyer. "Die Leute tragen alle einen Anzug."

Während Roush-Pilot Carl Edwards die Szenerie als "cool" bezeichnete, hatte sein Ford-Teamkollege Matt Kenseth Probleme ganz anderer Art, denn er hatte in den Strassen von New York einen harten Zweikampf mit Kyle Busch zu überstehen.

Kyle Busch im harten Zweikampf mit Kenseth

Jimmie Johnson Jeff Gordon
Jimmie Johnson und Jeff Gordon haben den Blinker vergessen - Strafzettel?
© NASCAR

Die beiden kollidierten, als Kenseth plötzlich langsamer wurde: "Das war cool", grinste Kyle Busch nach dem Duell. "Ich war mir nicht sicher, ob er verlangsamen wird, also habe ich versucht, ihm ein wenig zu helfen und ihn wieder anzuschieben. Vielleicht habe ich es ein wenig übertrieben, aber ich bin froh, dass ich ihn nicht herausgedreht habe und einen Stau verursacht habe."

Kenseth wiederum betrachtete sich nach dem Vorfall natürlich als "unschuldiges Opfer". Für Kyle Busch war es der letzte Auftritt in einem Hendrick-Chevrolet, denn er wird in der kommenden Saison für Joe-Gibbs-Racing einen Toyota steuern.

Doch nach dem Konvoi verriet Kyle Busch, dass sein Bolide gar kein Hendrick-Auto gewesen sei: "És war ein in den Hendrick-Farben lackiertes Auto der Richard Petty Driving Experience", so Busch, "und ich muss mich beim 'King' entschuldigen, es ist wirklich sein Auto."

Trotz des Lackaustausches empfand Kenseth den Tag als sehr beeindruckend: "Als wir die Victory Lap das erste Jahr durchführten, hatten alle einen geschockten Blick und fragten, was zur Hölle denn jetzt los sei. Aber nun stellen sie sich in ihrer Teamkleidung an die Strasse und machen jede Menge Fotos. Es ist einfach wahnsinnig viel los."

Heute und morgen sind die letzten beiden Tage der Championship Week 2007 von New York City. Es folgen noch die traditionellen Ehrungen aller NASCAR-Ligen, sowie diverse Fototermine und am Freitagabend das große Abschlussbankett.

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