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Red Bull: Drei Autos machen noch keinen Sinn
Red Bull denkt noch nicht an den Einsatz von drei Cup-Autos, während sich A.J. Allmendinger über die Gerüchteküche amüsiert - Vickers mit Top-Leistung
(Motorsport-Total.com) - Das neugegründete NASCAR-Team von Red Bull erfährt zur Zeit, was es bedeutet, wenn man sich im Nextel-Cup etabliert hat, denn kaum eine Woche vergeht, wo in den USA ein neues Red-Bull-Gerücht scheinbar an die Oberfläche gebracht wird.
Zuerst ging es im Sommer 2007 um einen möglichen Wechsel von Toyota zu Chevrolet, was irgendwann sogar in der Vermutung gipfelte, dass Tony Stewart ein Auge auf die Bullen geworfen hätte, weil er keine Lust habe, sich in der kommenden Saison von den Anti-Toyota-Fans ausbuhen zu lassen.

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Später wurde unterstellt, dass Red Bull plane, den Ford-Rennstall von Yates Racing aufzukaufen, obwohl Teamchef Doug Yates nur angeboten hatte, dass Günther Steiner das Yates-Gebäude übernehmen könne, da sein Team im Bälde umziehen werde.
Gerüchte dieses Mal um Allmendinger
Das neueste Gerücht betrifft nun A.J. Allmendinger, der angeblich auf der Wunschliste einiger anderer Teamchefs stehen würde, nachdem der Kalifornier seine Cup-Leistungen in den letzten Wochen massiv stabilisieren konnte. Doch Allmendinger besitzt einen gut dotierten Vertrag und der ehemalige Red-Bull-Junior hat starke Bande zu den Österreichern.
"Ich hatte wieder die Chance, mit Red Bull quasi als Werksfahrer zusammenzuarbeiten, anstatt sich als Einzelkämpfer durchschlagen zu müssen", sagte der 25-Jährige vor einigen Monaten gegenüber 'Motorsport-Total.com'. "Du fühlst dich jetzt einfach als Teil der Organisation anstatt nur am Rand herumzuhängen."
Und auf einer Medienkonferenz in der Energy-Station auf dem Atlanta Motor Speedway nahm Günther Steiner nun Stellung zu den Gerüchten um den Einsatz eines dritten Autos für Scott Speed. "Erst einmal müssen wir sehen, wie gut Scott fahren kann, aber wenn wir ein drittes Auto einsetzen, dann müssen wir uns um eine anderweitige Finanzierung kümmern."
Drei Red-Bull-Autos erst später
Jetzt drei Red-Bull-Autos im Cup zu haben, würde wenig Sinn machen, so Steiner. "Es gibt diesen Plan, aber im Moment wollen wir mit zwei Autos im Cup antreten. Später können wir dann auf drei oder vier Autos erweitern." Das liegt zum einen an der relativen Enge des Red-Bull-Shops in Mooresville, der jedoch gerade durch umfangreiche Umbausmaßnahmen erweitert wird.
Zum anderen erklärte Steiner immer, dass sich die Leistungen des Teams erst insofern stabilisieren müssten, dass die beiden Autos - so wie aktuell in Atlanta - relativ sicher ins Rennen kommen. "Dann können wir mit dem Racing anfangen", erklärte der Teamchef, denn irgendwann will Dietrich Mateschitz auch Erfolge sehen.
Pflicht für die Saison 2008 ist zumindest ein Auto unter die Top 35 der Ownerwertung zu bringen, was einen automatischen Startplatz garantieren würde. Zur Stunde rangiert man auf den Plätzen 39 (Vickers) und 45 (Allmendinger).
Vickers souverän, Allmendinger mit Problemen
Zumindest ein Teilerfolg wurde gestern im Qualifying erreicht, denn beide Red-Bull-Toyotas erreichten relativ entspannt den Sprung ins Starterfeld. Brian Vickers wurde sogar insgesamt 14. und rechnet sich auch für den Rennsonntag einiges aus: "Verglichen zu dem, wo wir waren, ist dies wohl eines der besten Qualifying-Autos, das wir in letzter Zeit hatten."
A.J. Allmendinger hingegen hatte einige Probleme zu überwinden: "Ich habe das Auto komplett überfahren. Das Auto hat übersteuert, aber meine Fahrerei hat der Situation auch nicht geholfen." Umso erstaunlicher und vielleicht auch ein Indiz, dass trotzdem beide Red Bull im Rennen sind - jetzt muss ähnliches nur noch auf das CoT-Programm übertragen werden.
Die angeblichen Wechselgerüchte um seine Person nahm der Kalifornier "recht amüsiert" zur Kenntnis: "Ich konzentriere mich darauf, dass Jahr gut zu Ende zu bringen und mich bestmöglich für die kommende Saison vorzubereiten."












