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Stunk zwischen Castroneves und Scheckter
Helio Castroneves und Thomas Scheckter gerieten in Detroit aneinander, was anschließend zu hitzigen Diskussionen im Fahrerlager führte
(Motorsport-Total.com) - Zwischen Helio Castroneves und Tomas Scheckter kam es im gestrigen IndyCar-Rennen in Detroit zu einer völlig überflüssigen Kollision, die anschließend auch noch für Diskussionen sorgte: In der ersten Kurve krachte Castroneves dem Vision-Piloten hinten rein, nachdem er den Bremspunkt meilenweit verpasst und zu einem übermotivierten Überholmanöver angesetzt hatte.
Kein Wunder, dass Scheckter sauer war: "Er hat mich von hinten getroffen. Keine Ahnung, was er sich dabei dachte. Vielleicht sollte er mehr ans Rennfahren als ans Tanzen denken, denn das war eine saublöde Aktion", spielte er auf Castroneves' Teilnahme an der TV-Show 'Let's Dance' an. "Mich in einer Kurve im vierten Gang von hinten zu rammen, das spricht doch Bände. Ich war ja gerade an der Box, also wäre er sowieso bald an mir vorbeigekommen."

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Für Scheckter ist die Schuldfrage klar
Und weiter: "Es ist doch sonnenklar, was er gemacht hat. Ich hoffe, dass er zu mir kommt und sich entschuldigt. Aber so konkurrenzfähig waren wir noch nie, daher hilft mir eine Entschuldigung auch nicht weiter", meinte der Südafrikaner achselzuckend. Auf die geforderte Entschuldigung wartete er sowieso vergebens, stattdessen kam es beim ersten Gespräch vor dem Penske-Truck sogar beinahe zu Handgreiflichkeiten.
Castroneves verstand nämlich die Welt nicht mehr: "Ich kapiere nicht, warum er Tony (Kanaan; Anm. d. Red.) durchgelassen hat, aber mich nicht. Sobald ich ihn direkt vor mir hatte, wollte ich ihn mir zurechtlegen. Keine Ahnung, warum er gerade mir keinen Platz machen wollte. Ich bin enttäuscht, denn mein Auto war eindeutig schneller als seines. Es ist mir ein Rätsel, warum er nicht aus dem Weg gegangen ist", gab der Brasilianer zu Protokoll.
Diskussion nach Rennende im Fahrerlager
"Ich habe zu ihm gesagt: 'Warum hast du mich nicht durchgelassen?' Und er antwortete: 'Tony hat Druck gemacht.' Und ich antwortete wieder: 'Aber ich doch auch!' In solchen Rennsituationen versucht man eben alles. Als ich nach außen zog, dachte ich nicht, dass es krachen würde", fügte Castroneves an. Übrigens zog er sich bei dem Unfall auch eine leichte Verletzung zu: "Ich habe mir am Knie ein bisschen weh getan, aber da muss man sich keine Sorgen machen."
Der Penske-Pilot lag zu jenem Zeitpunkt nur noch an sechster Stelle, nachdem er seine anfängliche Führung wegen eines viel zu langen ersten Stints beim Überrunden von langsamen Nachzüglern verlor. Einmal auf den vierten Platz zurückgefallen, hatte er mit der Vergabe des Sieges eigentlich nichts mehr zu tun - besonders schade, schließlich hatte er in Detroit vor Jahren seinen ersten IndyCar-Triumph überhaupt gefeiert...









