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Franchitti geht ganz locker ins Finale
Weil er den Indy-500-Sieg schon in der Tasche hat, blickt Gesamtleader Dario Franchitti dem Saisonfinale in Chicago gelassen entgegen
(Motorsport-Total.com) - Hochspannung in der IndyCar-Serie: Dario Franchitti führt vor dem Saisonfinale am kommenden Sonntag in Chicago drei Punkte vor Scott Dixon und 39 vor seinem Andretti/Green-Teamkollegen Tony Kanaan, womit er hervorragende Chancen hat, sich erstmals den Meistertitel zu sichern. Nervös macht ihn diese Aussicht aber nicht.
Dabei hätte er eigentlich allen Grund dazu, denn 1999 verlor er schon einmal einen IndyCar-Titel um Haaresbreite - gegen einen gewissen Juan Pablo Montoya. Außerdem betrug Franchittis Vorsprung während der laufenden Saison bis zu 65 Punkte, doch mit einer Serie an hervorragenden Resultaten robbte sich Dixon noch einmal heran. Vor dem Rennen in Detroit lag Dixon sogar in Führung, dort kam es dann jedoch zur folgenschweren Kollision zwischen den beiden in der letzten Runde - Franchitti wurde als Sechster gewertet und übernahm damit wieder die Spitze, weil Dixon nur Platz acht zugesprochen wurde.

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"Ich glaube", so Franchitti, "dass wir die Meisterschaft gewinnen können. Wenn man sich die Führungsrunden in den vergangenen beiden Monaten anschaut, dann waren wir so stark wie noch nie. Es war eine Kombination aus dem Michigan-Unfall, meinem Fehler in Kentucky, dem ganzen Wirbel in Sonoma und dann der Verrücktheit des vergangenen Wochenendes, durch die es so knapp geworden ist. Das hat alles Punkte gekostet. Aber wenn man sich die reine Performance anschaut, dann sind wir da."
Nervös machen lässt sich der 34-Jährige, der übrigens gut mit DTM-Star Bernd Schneider befreundet ist, sowieso nicht, schließlich hat er den Indy-500-Sieg schon in der Tasche. Außerdem gibt es Schlimmeres, als sich von seiner Frau trösten zu lassen - dabei handelt es sich um Hollywood-Schauspielerin Ashley Judd. Nur: Sollte er tatsächlich in die NASCAR-Serie wechseln, wie es in Szenekreisen kolportiert wird, wäre der Titelgewinn ein würdiger Abschied.
"Ich sehe alles ziemlich entspannt", gab Franchitti zu Protokoll, "denn der Sieg beim Indy 500 hat viel Druck von meinen Schultern genommen. Vor drei oder vier Rennen war ich wahrscheinlich sogar nervöser als jetzt. Jetzt ist es ziemlich einfach, als wäre es ein einziges Rennen - es kommt auf das Resultat an: Wenn ich vor Scott lande, dann sieht es gut für mich aus, aber wenn Scott vor mir landet, dann sieht es für ihn gut aus. Ganz simpel!"










