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Stimmen zum IndyCar-Rennen in Sears Point

27. August 2007 - 09:50 Uhr

Sieger Scott Dixon, Pechvogel Dario Franchitti und alle weiteren Piloten äußern sich zum IndyCar-Rennen in Sears Point

Scott Dixon und Dario Franchitti
Rivalen im Kampf um die Meisterschaft: Scott Dixon und Dario Franchitti
© IRL

(Motorsport-Total.com) - Mit einem glücklichen Sieg ging Scott Dixon gestern in Sears Point in der IndyCar-Meisterschaft zwei Rennen vor Schluss in Führung, denn sein schärfster Titelrivale, Dario Franchitti, wurde ausgerechnet von seinem Andretti/Green-Teamkollegen Marco Andretti im Kampf um die Spitze angerempelt und gehandicapt. Doch auch sonst hatte das Rennen auf dem Infineon Raceway einiges an Spannung zu bieten.

Scott Dixon (1./Ganassi): "Das ist genau das, was wir gebraucht haben. Es war ein schwieriger Tag, ein schwieriges Wochenende. Wir haben immer noch ein Problem mit unserem Dallara. Es ist das erste Mal, dass wir damit auf einem Straßenkurs gefahren sind, und das fiel uns nicht leicht, speziell im Qualifying, in dem wir Fünfter wurden. AGR hat heute teamtaktisch gespielt. Wir mussten damit umgehen, dass 'TK' (Tony Kanaan; Anm. d. Red.) uns abschirmte, um Dario davonziehen zu lassen. Die Führung in der Meisterschaft ist aber fantastisch. AGR hat sich den Tag heute selbst kaputt gemacht. Ich denke, unser Auto war bei den Restarts besser - ich hätte Dario auch ohne sein Problem mit dem Frontflügel überholt. Aber egal: Wir haben gewonnen - und nur das zählt!"


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Castroneves riskierte kein dummes Manöver

Helio Castroneves (2./Penske): "Mein Auto war am Ende wirklich gut. Gegen Rennmitte, als Scott und ich aus den Boxen fuhren, fand er eine Lücke und wir berührten uns. Das war so nach dem Motto: 'Hey, ich habe nichts zu verlieren!' Er fuhr hart und erzwang es. Und ich dachte mir: 'Wenn ich eine Chance sehe, versuche ich es!' Aber ich hätte natürlich keine Dummheit gemacht, das will ich nicht. Ich habe alles gegeben, aber er machte einen guten Job. Ich schätze mal, damit sind wir für St. Petersburg wieder quitt..."

Dario Franchitti (3./AGR): "Scott und ich hatten fast die gleiche Situation, aber Scott lag ein bisschen weiter vorne als Marco, daher konnte ich in der Situation abwarten. Marco kam einfach genau an der falschen Stelle raus. Tony und ich hatten eine ähnliche Situation, aber Tony hat mir dabei Platz gelassen. Ich möchte es mir anschauen und dann mit Marco sprechen. Wir sind Teamkollegen. Wir kümmern uns umeinander, aber so etwas sollte nicht passieren. Jetzt schaue ich mir erst einmal das Video an, dann sehen wir weiter."

Tony Kanaan (4./AGR): "Ich musste Dario in den letzten Runden so gut es ging abschirmen. Der Kerl hat in all den Jahren viel für mich getan und ich dachte dabei ans Team. Motorsport ist sehr egoistisch, aber ich bin sehr stolz darauf, was ich heute getan habe. Für mich hätte sich nichts geändert, ob ich nun Zweiter, Dritter oder Vierter werde. Ich will, dass unser Team die Meisterschaft holt - und ich bin mir ziemlich sicher, dass Dario es schaffen wird. Das ist ein Rückschlag heute, aber wir haben ja noch zwei Rennen."

Hornish mit Schadensbegrenzung

Sam Hornish Jr. (5./Penske): "Wir hatten an diesem Wochenende kein ideales Setup, ich hatte ein bisschen Übersteuern. Gleich zu Beginn war ich einmal neben der Strecke und ich fiel ein paar Positionen zurück. Ich muss mich bei Roger (Penske; Anm. d. Red.) bedanken. Er arbeitete eine Strategie aus, durch die wir vorne wieder rankamen. Nach so einem Rennen noch Fünfter zu werden, ist großartig. Penske hat hart gearbeitet und jetzt freuen wir uns nach einer soliden Leistung hier in Sonoma auf Belle Island."

Danica Patrick (6./AGR): "Wir hatten ein ziemlich schnelles Auto, aber in solchen Rennen geht es nur um die Position auf der Strecke. Wir verloren so viel Zeit in den Boxen, das war unnötig. Irgendwas war bei jedem Boxenstopp. So kann man keine Rennen gewinnen! Wir müssen an unseren Boxenstopps arbeiten, alle im Team. Ich würgte den Motor ab, auch beim zweiten Mal wäre er fast ausgegangen. Das müssen wir analysieren."

Für Scheckter war nicht mehr drin

Tomas Scheckter
Einigermaßen zufrieden mit seinem Top-10-Platz: Tomas Scheckter
© IRL

Tomas Scheckter (8./Vision): "Das Rennen war okay. Es war mein bestes Rennen hier und ich bin zufrieden mit dem Top-10-Platz. Die Jungs legten gute Stopps hin und haben mir ein gutes Auto, aus dem ich das Beste herausgeholt habe. Wir mussten in die Top 10 kommen und wollen in den letzten beiden Rennen in die Top 5, wenn ich mir die Punktesituation anschaue. Jetzt konzentrieren wir uns auf das Finale dieser Saison."

Vitor Meira (9./Panther): "Ich denke, das Resultat geht in Ordnung. Schneller war unser Auto halt nicht und wir sind auf den Rundkursen noch nicht so weit. Die Strecke war rutschig, aber nach dem zweiten Stint wurde es besser. Das Auto übersteuerte zu Beginn, aber es wurde besser. Manchmal war ich sogar so schnell wie die Führungsgruppe, der Speed ist also schon da. Wir müssen halt weiter auf dem Boden bleiben und es weiter versuchen."

Kosuke Matsuura (10./Panther): "Ich hatte vom ersten Training an viel Übersteuern, aber die Ingenieure bekamen das für heute in den Griff. Wir hatten kaum Gelbphasen, wodurch das Qualifying natürlich enorm wichtig war im Nachhinein. Im Rennen setzte ich ein paar schnelle Zeiten, daher denke ich, dass wir auf den Rundkursen Fortschritte machen. Es war ein produktives Wochenende und ich freue mich auf das nächste Rennen."

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