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NASCAR-Wechsel: Hornish Jr. hat alle Zeit der Welt

17. August 2007 - 20:13 Uhr

Sam Hornish Jr. schwankt zwischen zwei Welten: Seit Monaten überlegt der Penske-Pilot, ob er in die NASCAR wechseln soll, nimmt sich aber viel Zeit

Sam Hornish Jr.
Sam Hornish Jr. wechselt wohl zur NASCAR - oder doch nicht?
© IndyCar

(Motorsport-Total.com) - Es gibt viele Piloten in den amerikanischen Formelklassen, denen Wechselabsichten in die NASCAR nachgesagt werden. Unter anderem sind diesbezügliche Zitate von Helio Castroneves, Dan Wheldon, zuletzt sogar von Sébastien Bourdais und Indy-500-Sieger Dario Franchitti bekannt geworden.

Doch eigentlich der einzige US-Star, der sich bereits aktiv in ein StockCar gesessen hat, und den mühsamen Qualifikationsmarathon über Rennen in der ARCA- und Busch-Serie auf sich genommen hat, ist der dreifache IRL-Champion und Indy-500-Gewinner von 2006 Sam Hornish Jr.

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Die US-Gerüchteküche brodelt in regelmäßigen Abständen über, doch Hornish sieht das Ganze äußerst gelassen. Diese Geschichten habe es schon vor sechs Jahren gegeben, meint er, und erzählt, wie er einmal in der Box von Dale Earnhardt Inc. angetroffen worden sei, als er für den damaligen gemeinsamen Sponsor Pennzoil seine Aufwartung gemacht habe.

Insofern hat er sich an die Buschtrommeln gewohnt und wird auch anlässlich seines Busch-Auftrittes in Michigan nicht müde, gebetsmühlenartig zu beschwören, dass seine StockCar-Auftritte etwas mit einem Lernprozess zu tun haben, an dessen Ende eine Entscheidung stehe, die er heute nicht absehen könne.

"Ich kann mir mit meiner Entscheidung viel mehr Zeit lassen, als andere Leute", weiß der 28-Jährige, der das große Glück hat, mit Roger Penske einen Teamchef zu haben, der ihm sicherlich sowohl bei den IndyCars, als auch in der NASCAR ein Cockpit reservieren wird.

Frühes Ende der IndyCar-Saison

Sam Hornish Jr.
Die IRL-Saison ist Anfang September Geschichte - viel Zeit für Hornish Jr.
© IndyCar

Denn Penske hat in Kurt Busch und Ryan Newman zwei der besten Cup-Piloten überhaupt und bei den IndyCars sei das Penske-Team in einer Position, "wo viele Piloten mit guter Qualität gerne für ihn fahren würden", weiß Hornish Jr. Insofern gäbe es seitens Penske überhaupt keinen Druck für seine persönliche Entscheidung - im Gegenteil.

"Roger hat von Beginn an gesagt: 'Fahr die Rennen, sichere dir die Einsatzzeit, sehe das als Training an", erzählt der dreifache IRL-Champion. "Aber urteile nicht nach dem, was du zum momentanen Zeitpunkt in der Lage bist, mit einem StockCar zu machen."

Diesen Rat hat Hornish Jr. verinnerlicht, denn seine bisherigen StockCar-Ergebnisse sind alles andere, als sensationell: "Was die Leute immer vergessen, ist, dass wenn ich hier Rennen fahre, dann ist das mein Training, und wenn ich in Runde zehn aus dem Rennen genommen werde, dann bringt mir das nicht besonders viel."

Interessanterweise hat die IRL-Saison ein frühes Ende, nämlich bereits am 9. September. Und wenn der Penske-Pilot noch bis dahin durch seine IndyCar-Aktivitäten abgelenkt sein sollte, so hat er anschließend über zwei Monate Zeit, das NASCAR-Experiment mit viel mehr Einsatzzeit anzugehen.

Doch egal, wie seine Entscheidung aussehen wird, eines ist ganz klar: Gäbe es keine Indy 500, Hornish wäre längst ein StockCar-Pilot: "Die Indy 500 sind das große Ding für mich, aber nachdem ich das letztes Jahr gewonnen habe, würde es das für mich ein wenig einfacher machen, wenn ich da nicht mehr dabei wäre. Denn die Herausforderung, genau dieses Rennen zu gewinnen, hat mich immer motiviert."

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