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Dominator Bourdais ohne Konkurrenz

13. August 2007 - 00:34 Uhr

Ein sichtlich gelöster Formel-1-Pilot Sébastien Bourdais gewann überlegen in Road America, während seine Titelkonkurrenten massiv Federn lassen mussten

Sébastien Bourdais
Sébastien Bourdais nimmt die Glückwünsche seines Teams entgegen
© Champ Car World Series

(Motorsport-Total.com) - Sébastien Bourdais gewann im vierten Anlauf in ungefährdeter Manier und gerade noch rechtzeitig vor seinem Wechsel in die Formel 1 sein erstes ChampCar-Rennen in Road America, und ist durch das Pech von Will Power und Robert Doornbos seinem vierten US-Titel einen ganz großen Schritt näher gekommen.

Denn fünf Rennen vor Saisonende - den wackeligen China-Grand-Prix einmal nicht mit einberechnet - hat der Franzose in der Gesamtwertung nun 37 Punkte Vorsprung vor Doornbos, und liegt sogar 53 Zähler vor dem drittplazierten Australier Power, die heute beide massiv Federn lassen mussten.


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Bourdais gewann den stehenden Start vor Doornbos und Junqueira, der jedoch später wegen eines Frühstarts und folgender Boxendurchfahrt zurückfiel. Eine Kollision zwischen Paul Tracy, Simon Pagenaud und Ryan Dalziel führte gleich zu Beginn zu einer Gelbphase, die unter anderem Minardi-Pilot Dan Clarke zu einem Tankstopp nutzte, wodurch er sich auf einer völlig anderen Boxenstrategie befand.

Clarke profitiert von Strategiewechsel

Dan Clarke
Dan Clarke fuhr zum ersten Mal in dieser Saison ein wirklich starkes Rennen
© Champ Car World Series

Entgegen den Erwartungen aus dem Qualifying konnte Doornbos zunächst am Newman/Haas/Lanigan-Piloten dranbleiben und diesen sogar durchaus unter Druck setzen. Doch nach den ersten regulären Tankstopps fiel der Niederländer etwas zurück, während sein Teamkollege Clarke nun von der Strategieänderung maßgeblich profitierte.

Denn der Brite befand sich nach ein paar schnellen Runden mit freier Fahrt und seinem Service plötzlich mitten in einem Dreikampf um Position zwei, die zu diesem Zeitpunkt Graham Rahal innehatte. Clarke ordnete sich nach seinem Stopp vor Doornbos ein, doch dieser griff Clarke an und ruinierte sich dabei Frontflügel und Aufhängung.

Der Niederländer verlor viele Runden bei der notwendigen Reparatur und weil in dieser Rennphase Will Power mit Getriebeproblemen schon aus dem Rennen war, fuhr Bourdais vorne nicht nur einem ungefährdeten Sieg, sondern auch einer komfortablen Gesamtführung entgegen.

Rahal wieder auf dem Podium

Graham Rahal
Graham Rahal entwickelt sich langsam zum Stammgast auf dem Podium
© Champ Car World Series

Hinter Clarke, der durch seine Strategie noch an Rahal vorbeikam, zeigte der zweite Forsythe-Panoz mit Oriol Servia am Steuer eine starke Leistung, und belegte einen hervorragenden vierten Platz vor Alex Tagliani (RSPORTS) und Jan Heylen (Conquest). Neel Jani kämpfte mit dem Belgier, doch der Schweizer verlor seine gute Platzierung durch einen zusätzlichen Stopp. Jani wurde am Ende Zehnter.

Doornbos schleppte seinen waidwunden Minardi immerhin noch auf Rang 14 und hielt dadurch seine Punktverluste wenigstens gegenüber Justin Wilson einigermaßen in Grenzen. Der Brite wurde am Ende Achter, nachdem er die meiste Zeit des Rennens mit starkem Untersteuern kämpfte.

Bourdais war am Ende ein verdienter und haushoch überlegener Sieger, der - bis auf ein Getriebeproblem in einem der Freien Trainings - nach der Bekanntgabe seines Wechsels in die Formel 1, die ChampCar-Konkurrenz das gesamte Wochenende über komplett im Griff hatte.

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