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Gilliland und Stewart kollidieren in der "Happy Hour"

17. Juni 2007 - 00:57 Uhr

Die Wege von David Gilliland und Tony Stewart kreuzten sich folgenschwer, was vor allem Stewart in Rage brachte

Tony Stewart
Die Laune von Tony Stewart sank am Samstag wieder einmal auf den Tiefpunkt
© NASCAR

(Motorsport-Total.com) - Fast kann man den Eindruck gewinnen, Tony Stewart müsste einmal je Wochenende Dampf ablassen. Der Auslöser in Michigan war David Gilliland. Der Yates-Pilot beendete gerade einen langen Stint auf alten Reifen in der "Happy Hour" - also dem letzten Training - und wollte zurück an die Box. Stewart hingegen kam gerade mit neuen Reifen aus jener heraus. Die Wege der beiden kreuzten sich und vor allem Stewarts Gibbs-Chevy nahm großen Schaden.

Verstehen konnte Stewart die Aktion nicht. "Das kann man nun wirklich gut sehen", erklärte er. "Er hat mit der Hand kein Signal gegeben. So wurde ein wirklich gutes Auto für das Rennen zerstört. So etwas muss nicht passieren. Es sollte nicht passieren." Dem Chevrolet widmeten sich danach alle drei Renncrews von Joe Gibbs Racing. Nach dem Training verblieben nur 90 Minuten für Reparatur, weitere Arbeiten können erst ab Sonntag wieder durchgeführt werden.

"Er (Gilliland; Am. d. Red.) sagte, dass er nicht wisse, warum er nicht mit der Hand ein Zeichen gegeben hat - und das macht mir Angst", so der verärgerte Stewart weiter. "Auf diesem Niveau sollte man wissen, warum man etwas tut. Er ist ein netter Junge, ich mag ihn ja auch. Aber er hat uns nun zum zweiten Mal in einen Unfall verwickelt und beide Male wusste er nicht, warum das geschehen ist. Das macht einem Fahrer Angst."

Zwar entschuldigte sich Gilliland umgehend, doch für Stewart war die Sache damit nicht vorbei. "Um ein Rennfahrer zu sein, muss man mehr machen als nur ein Rennauto fahren", erklärte er. "Zusammen mit 42 anderen muss man Rennen fahren, nicht nur gemeinsam fahren, sondern ein Rennen fahren. Wenn man solche Fehler macht, dann fühlen sich die anderen 42 nicht mehr wohl, wenn sie diese eine Startnummer sehen."

Vielleicht sei der Sprung in den Cup zu früh für Gilliland gekommen. "Ich möchte auf seiner Seite stehen, aber das ist schwer, wenn er im Wochentakt solche Fehler macht", so Stewart. "Wenn man einen schlechten Tag hat, ist das normal. Wenn man aber dafür sorgt, dass andere einen schlechten Tag haben und man dafür keine Erklärung liefern kann, dann sieht man Rot."

Abseits des Unfalls wurde jedoch auch ein Training gefahren. Carl Edwards setzte sich dabei an die Spitze, Jimmie Johnson belegte Rang zwei vor Clint Bowyer, Greg Biffle und Kevin Harvick.

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