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Jani auf neuem Terrain

22. Februar 2007 - 12:57 Uhr

Für Neel Jani beginnt im April sein US-Abenteuer in der ChampCar-Serie, in der so gut wie alles neu für den 24-jährigen Schweizer sein wird

Neel Jani
Neel Jani vertritt 2007 die schweizer Farben in der ChampCar-Serie
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Für Neel Jani ist vieles neu in der Saison 2007: Zum ersten Mal fährt er eine komplette Saison in Amerika, in einer für ihn neuen Serie mit einem brandneuen Auto, dem Panoz DP01, und auch die meisten seiner Konkurrenten sind ihm nur mit dem Namen geläufig.

Das weiß er und macht auch gar keinen Hehl daraus: "Mit Sicherheit gibt es für mich eine Menge zu lernen", sagt Jani. "Zum Beispiel die Fahrerkollegen. Ich kenne nur Simon Pagenaud und ein, zwei andere Kollegen von früher. Auch das Racing ist hier völlig anders. Man hat Tankstopps, die Gelbphasen, es gibt eine ganze Reihe von Dingen, die ich lernen muss."

Junger Fahrer, erfahrenes Team

"Das Team macht einen guten Job."
Neel Jani

Da ist es gut zu wissen, dass in seinem Team große Erfahrung vorhanden ist. Zum Beispiel der PKV-Mitbesitzer und ChampCar-Gesamtsieger von 1996, Jimmy Vasser, der es sich in Sebring nicht nehmen ließ und zwei Tage selbst am Steuer saß, um möglichst viel Datenmaterial über den neuen Panoz DP01 zu sammeln.

"Das Team macht einen guten Job", ist Jani dementsprechend zufrieden. "Ich muss ehrlich gestehen, dass ich PKV nicht besonders gut kannte. Ich war einmal im Sommer da und fuhr im Dezember einen Test, also kannte ich sie nicht wirklich."

Und Jani bewies sein Talent bereits beim ersten Test in Sebring, als er am letzten Testtag bis drei Minuten vor Ende der Session die Tagesbestzeit hielt, bevor Oriol Servia einen Wimpernschlag schneller unterwegs war: "Das hat mich schon sehr genervt", lacht Jani.

Der Fokus liegt auf der Entwicklung des Autos

"Ich habe meinen Fahrstil, und ich weiß, was ich brauche."
Neel Jani

"Aber wichtiger ist es, dass das Auto verbessert wird, dass wir herausfinden, wie wir es verbessern können, das ist unsere Hauptaufgabe. Darauf haben wir uns konzentriert und weniger auf die Rundenzeiten. Das Erfreuliche ist, dass wir trotzdem bei der Musik sind, das ist sehr ermutigend."

Obwohl PKV noch immer keinen Teamkollegen für Jani nominiert hat und der Schweizer daher die zweiten Tests in Houston alleine absolvieren musste, sieht der 24-Jährige darin keinen allzu großen Nachteil: "Natürlich hätten wir mit einem Teamkollegen mehr Daten sammeln können, aber ich habe meinen Fahrstil, und ich weiß, was ich brauche."

Zudem seien die meisten notwendigen Basisdaten bereits in Sebring gefunden worden. Doch PKV hofft, dass Janis Teamkollege bis zu den nächsten Tests in Laguna Seca bekannt gegeben werden kann - und es ist dem jungen Schweizer klar, dass an den beiden Testtagen "noch eine ganze Menge Arbeit auf uns zukommt". Das wiederum kennt er aus den europäischen Serien.

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