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Stefan Bradl 2018: Superbike-WM oder MotoGP-Testfahrer?

Stefan Bradl über seine aktuelle Situation: Ein Verbleib bei Ten-Kate-Honda ist noch nicht vom Tisch - Aber baut Honda ein europäisches MotoGP-Testteam auf?

(Motorsport-Total.com) - Weiterhin ist unklar, was Stefan Bradl in der Motorrad-Saison 2018 machen wird. Seit er sich bei einem Sturz in Portimao eine Verletzung am rechten Handgelenk zugezogen hat, ist der Deutsche kein Rennen gefahren. "Es sind sechs Wochen seit der ersten Operation", gibt er in Valencia Auskunft, als er sich mit 'Motorsport-Total.com' trifft. Weiterhin trägt der Moto2-Weltmeister von 2011 eine Bandage am rechten Handgelenk.

Stefan Bradl

Stefan Bradl will sich in Valencia nach Optionen im MotoGP-Fahrerlager umhören

Eine zweite Operation ist für nächste Woche geplant. "Kommenden Donnerstag kommen die zwei Pins aus dem Handgelenk heraus. Dann hoffe ich, dass ich mit der Reha anfangen kann, um wieder Beweglichkeit in die Hand zu bringen. Das ist momentan das Wichtigste, damit ich meine rechte Hand nicht nur im Motorsport, sondern auch im Alltag benutzen kann." Wie lange die vollständige Genesung dauern wird, um wieder Beweglichkeit und Kraft im Handgelenk aufzubauen, ist noch ungewiss.

Eine weitere wichtige Frage ist jene nach seiner Zukunft. In Valencia ist der Deutsche nicht nur als Experte für den österreichischen Sender ServusTV aktiv, sondern hört sich nach Möglichkeiten für die Zukunft um. Zuletzt kamen Gerüchte auf, dass die japanischen Hersteller Honda, Yamaha und Suzuki darüber nachdenken, ein zweites Testteam in Europa aufzubauen."KTM und Ducati sind europäische Hersteller, sie haben mehr Möglichkeiten", verweist Bradl auf die erfolgreichen Testteams rund um Mika Kallio (KTM) und Michele Pirro (Ducati).


Fotos: MotoGP in Valencia, Training


Die drei japanischen Hersteller haben in der Regel ein Testteam in ihrer Heimat. Aus logistischen und finanziellen Gesichtspunkten wäre ein europäisches Testteam aufwendig. "Ein japanischer Hersteller tut sich dementsprechend schwer, sonst würden sie es alle schon lange haben", meint Bradl. "Ich glaube, es ist jedem bewusst, was Ducati und KTM in den vergangenen Jahren aufgezeigt haben. Speziell die KTM-Performance ist sehr, sehr gut."

Im nächsten Jahr steigt die Anzahl der Rennen auf 19, dazu werden in Zukunft die Testmöglichkeiten für die Stammfahrer beschränkt. "Deswegen ist es sicher eine interessante Möglichkeit", glaubt Bradl. "Sonst würden sich nicht andere Hersteller Gedanken darüber machen." Honda-Manager Livio Suppo lässt sich zu den Plänen über ein europäisches Testteam nur folgenden Satz entlocken: "Wir denken darüber nach, aber momentan ist noch nichts entschieden." Deswegen hält sich Bradl auch die Option Superbike-WM offen.

Verbleib bei Ten-Kate-Honda noch ein Thema

"Wir sind nach wie vor in Verhandlungen", antwortet Bradl auf die Frage, wie die derzeitige Situation mit Ten-Kate-Honda aussieht. "Es hat sich lange hinausgezögert und ich habe selbst nicht ganz verstanden warum. Für mich steht das nach wie vor auf dem Programm." Sein Einjahresvertrag mit Option für 2018 wurde ursprünglich mit Honda und nicht mit dem Ten-Kate-Team geschlossen. Diese Option wurde aber im Juli nicht gelöst.

Stefan Bradl

Das Superbike-Projekt mit der neuen Fireblade lief bisher nicht nach Wunsch

Nach dem Valencia-Wochenende will Bradl eine Entscheidung treffen, wie er erläutert: "Nächste Woche lässt sich für mich die genaue Situation abklären. Hier in Valencia werde ich mir noch Gespräche anhören und dann werde ich meine Richtung bestätigen." Für einen Verbleib bei Ten-Kate spricht: "Es geht in die richtige Richtung. Das Konzept ist okay, dass man auf Magneti Marelli umsteigt. Es ist auch nicht mein Charakter, nach einem Jahr aufzuhören. Ich weiß, dass ich es besser kann und auch, dass das Team es von der Technik her besser kann. Es wäre schön, das auch zu zeigen."

Bisher hat Ten-Kate-Honda Leon Camier für 2018 bestätigt. Es gibt auch Gerüchte, dass Jake Gagne der zweite Fahrer werden könnte. Sollte Bradl bleiben, dann rechnet er mit einer guten Zusammenarbeit mit Camier. "Er ist ein ganz starker Fahrer", lobt Bradl seinen möglichen künftigen Teamkollegen. "Auf der MV hat er alles herausgekitzelt, und das war kein einfaches Motorrad. Er hat auch viel mit Problemen zu kämpfen gehabt. Es ist immer wichtig, einen starken Teamkollegen zu haben, um sich zu pushen und Daten auszutauschen. Das hilft dem ganzen Team. Sicher wäre das ein großer Vorteil."

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