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Nuvolaris Auto Union Typ D: Auktionsrekord?

23. Januar 2007 - 14:03 Uhr

Carroll Shelbys Cobra für 5,5 Millionen Dollar - nichts besonderes: Jetzt will Christie's den Ex-Nuvolari Auto Union versteigern - für wesentlich mehr!

Nuvolaris Auto Union Typ D
Der Nuvolaris Auto Union Typ D könnte einen schwindelerregenden Preis erzielen
© Audi

(Motorsport-Total.com/autogericke.de) - Die Versteigerung der stärksten und giftigsten Cobra, die jemals von Carroll Shelby gebaut wurde, brachte bei der Barrett-Jackson-Auktion in Arizona in einem unglaublichen Duell zweier Bieter 5,5 Millionen Dollar. Der 800-PS-Roadster mit zwei Paxton-Turbos beschleunigt in weniger als drei Sekunden auf Tempo 100 - und das schon vor 40 Jahren.

"Bei diesen Sprints musste einmal auch ein Bussard dran glauben", so die inzwischen 84-jährige Ikone Shelby. Es gab noch ein Exemplar, doch das war über die Klippen in den Pazifik gestürzt. Dieser neue US-Versteigerungs-Rekord für Oldtimer lässt das weltbekannte Auktionshaus Christie's kalt.

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Schon vor zwanzig Jahren hatte Christie's für 5,5 Millionen (keine Dollar, sondern das wesentlich höher angesiedelte britische Pfund) einen seltenen Bugatti an den Mann gebracht. Am 17. Februar 2007 kommt beim Salon Retromobile in Paris der Auto Union Typ D, Chassis No. 21, bei Christie's unter den Hammer.

Branchenkenner solcher Versteigerungen wittern einen absoluten Rekord für diesen Grand-Prix-Wagen mit einem 3-Liter-V12-Kompressor-Motor. Das von Ferdinand Porsche entwickelte Fahrzeug hatte mit Tazio Nuvolari am Volant am 3. September 1939 - also zwei Tage nach Kriegsausbruch - den Grand Prix von Belgrad gewonnen und wurde später von den Russen konfisziert, um Einblick in die hervorragende Technik des Rennwagens zu bekommen. Immerhin ging dieser Heckmotor-Renner mit völlig glattem Unterboden 300 Stundenkilometer.

Der in alle Teile zerlegte Typ D wurde vor einigen Jahren in England wieder aufgebaut: die Außenhaut von wahren Metallkünstlern und die exakte Kopie des Motors von den Spezialisten von Crosthwaite & Gardiner, denen Audi die Reste alter Konstruktions-Zeichnungen zur Verfügung gestellt hatte.

Der Fahrtauglichkeits-Test erfolgte 1994 - auf dem Nürburgring, wo sonst! Seitdem wurde der Wagen nicht mehr bewegt - Sturz über die weißen Klippen von Dover in den Ärmelkanal also unmöglich! Ein zweites Exemplar steht im Audi-Museum.

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