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Petter Solberg

 
Steckbrief
Porträt (Stand Januar 2012) Der Spitzname von Petter Solberg ist "Hollywood" - und der beschreibt den Norweger sehr gut. Er liebt es dramatisch und extravagant und ist doch äußerst liebenswürdig. Der Weltmeister von 2003 hat gar nichts mit dem klassischen Bild eines typischen Skandinaviers zu tun. Kaum ein anderer Pilot in der WRC begeistert sich so für seinen Sport und sicher kein anderer hat so viele Fans, die diesen Enthusiasmus bedingungslos teilen. Dazu kommt: Petter Solberg ist in einem Rallye-Auto unglaublich schnell.

Solberg tanzt gerne ausgelassen in der Disco, und das merkt man auch an der Art, wie er Rallyeautos fährt. Seine sportliche Karriere begann er im Rallyecross und Klettern, dann aber fand er seinen Weg in die Rallyeszene. 1998 wurde er norwegischer Meister und Ford-Chef Malcolm Wilson lud ihn zu einem Test ein. Dabei beeindruckte Solberg so sehr, dass Wilson ihm einen Vertrag für 1999 gab. Mitten in der Saison 2000 entschloss sich Solberg aber zu einem umstrittenen Wechsel zu Subaru.

Zwar hatte er bei Subaru seine Anfangsschwierigkeiten, denn sein Übermut endete öfter in heftigen Unfällen, aber zwischen den Jahren 2001 und 2002 reifte Solberg als Mensch und so ließ der Erfolg nicht lange auf sich warten. Bei der Rallye Großbritannien 2002 holte er seinen ersten Sieg, im Jahr darauf krönte er die Saison mit dem Weltmeistertitel.

An diesen Erfolg konnten er und Subaru aber nicht mehr anschließen. Zunächst wurde er zwar wenigstens noch WM-Zweiter, aber vor allem die Jahre 2006 und 2007 liefen überhaupt nicht nach Plan. Ein Highlight 2007 war für Solberg sein Podestplatz in Griechenland, den er und Co-Pilot Phil Mills ausgelassen feierten. Doch nach der Sommerpause ging es wieder steil bergab.

Solberg klagte immer wieder über die Unfahrbarkeit seines Impreza und gab einmal sogar entnervt vorzeitig auf. Gerüchte wurden laut, "Hollywood" würde Subaru trotz laufenden Vertrags verlassen. Doch der Norweger betonte, dass er seinen Vertrag, der bis 2009 galt, erfüllen wird, äußerte sich fortan wieder positiver über sein Arbeitsgerät und blieb. 2008 startete er den nächsten Versuch, zurück an die Spitze zu kommen, doch auch dieser scheiterte.

Der ganz große Schock sollte aber erst noch folgen: Im Winter 2008/2009 gab Subaru den überraschenden Ausstieg aus der WRC bekannt. Solberg stand auf der Straße - doch seine Leidenschaft für den Rallyesport war ungebrochen. Und so stellte der Norweger innerhalb weniger Wochen für 2009 sein eigenes Team auf die Beine.

Solberg kaufte sich einen alten Citroen Xsara WRC und zeigte damit, dass er nichts von seinem Biss verloren hatte. Er fuhr mit dem unterlegenen Material zweimal auf das Podium und holte zwei vierte Plätze. Für die beiden letzten Saisonläufe 2009 bekam er von Citroen einen C4 WRC, mit dem er ebenfalls zweimal Vierter wurde.

Für 2010 konnte Solberg von Citroen zwei C4 WRC mit 2009er-Spezifikation kaufen. Und "Mr. Hollywood" mischte mit seiner kleinen Mannschaft das Feld der etablierten Werksteams weiter mächtig auf. Bei den 13 Saisonläufen fuhr er acht Mal auf das Podium, den lang ersehnten nächsten WRC-Sieg verpasste er mehrmals nur knapp. Solberg beendete die Saison als Dritter der Gesamtwertung - für einen, der mit einem kleinen Privatteam antrat, war das beachtlich. Zumal ihn die finanziellen Sorgen drückten: Solberg griff sogar auf sein privates Erspartes zurück, um bei den letzten Läufen der Saison 2010 überhaupt noch antreten zu können.

Deshalb wollte Solberg nach der Saison 2010 eigentlich nie wieder als Privatier antreten. Er möchte nur in der WRC bleiben, wenn er ein Werkscockpit bekommt, erklärte er. Doch kurz vor Saisonbeginn 2011 änderte er seine Meinung wieder. Er entschied, weiter mit seinem privaten Team anzutreten. Erneut mischte Solberg das Feld auf, doch er schaffte es nur zwei Mal auf das Podium. Zu allem Überfluss wurde er auch noch in Frankreich nach Platz drei disqualifiziert, weil sein Citroen zu leicht war.

Auch im Jahr 2011 war von Solberg regelmäßig zu hören, dass er wieder in ein Werksteam zurück will. Zu Beginn der Saison war er mit dem neuen Citroen DS3 WRC noch konkurrenzfähig, doch die Werksteams entwickelten die Technik weiter, während die Privatiers zurückfielen. Solbergs Durchhaltevermögen wurde schließlich belohnt. Da sich Mikko Hirvonen Richtung Citroen verabschiedet hat, wurde ein Platz im Ford-Werksteam frei.

Malcolm Wilson entschied sich für Solberg. 2012 wird der Weltmeister von 2003 der Teamkollege von Jari-Matti Latvala im offiziellen Ford-Team sein. Nun kann "Mr. Hollywood" sein Können in konkurrenzfähigem Material beweisen und den Kampf gegen Citroen aufnehmen. Seit dem Jahr 2005 wartet er auf einen Sieg. Die Ausgangslage sieht vielversprechend aus, dass in den kommenden Monaten die nächsten Erfolge gefeiert werden.
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Offizielle Facebook-Präsenz
Geburtsort Askim (Norwegen)
Geburtsdatum 18. November 1974
Nationalität Norwegen
Familienstand verheiratet mit Pernilla
Sohn Oliver
Hobbies Fahrradfahren, Squash, Kino
Karriereweg 1998 Norwegischer Meister, WRC-Debüt im Privat-Auto
1999 WRC mit Ford
2000 WRC mit Ford
2001 WRC mit Subaru (Zweiter bei Rallye Griechenland)
2002 Erster WRC-Sieg bei GB-Rallye mit Subaru, Vizemeister
2003 Weltmeister mit Subaru (vier Siege)
2004 WRC-Zweiter mit Subaru (fünf Siege)
2005 WRC-Zweiter mit Subaru (drei Siege)
2006 WRC mit Subaru (vier Podestplätze)
2007 WRC mit Subaru
2008 WRC mit Subaru
2009 WRC mit dem eigenen Team PSWRT
2010 WRC mit dem eigenen Team PSWRT
2011 WRC mit dem eigenen Team PSWRT
Co-Pilot Chris Patterson (Nordirland)
Geb.: 06.09.1968
WRC-Debüt: Bulgarien 2010

 

 
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