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Sechster Sieg: Valentino Rossi gewinnt Monza-Rallye 2017

In der letzten Prüfung erobert Valentino Rossi die Führung zurück und gewinnt die Monza-Rallye zum sechsten Mal - Neuville/Mikkelsen und Bonanomi auf dem Podest

(Motorsport-Total.com) - Valentino Rossi ist der neue Rekordsieger der Monza-Rallye-Show. In einer dramatischen zweiten Etappe fuhr der MotoGP-Superstar Bestzeit, erhielt Strafsekunden - und siegte letztendlich doch noch. Mit sechs Gesamtsiegen ist Rossi nun der erfolgreichste Fahrer bei dieser Rallye. Ex-Audi-LMP1-Pilot Marco Bonanomi hatte die letzte Prüfung als Führender in Angriff genommen, doch dann verlor er viel Zeit und fiel noch auf Platz drei zurück. Auf Rang zwei winkten die WRC-Profis Thierry Neuville und Andreas Mikkelsen, die sich in einem Hyundai abwechselten, vom Podium (Link zum kompletten Ergebnis).

Valentino Rossi

Mit sechs Siegen ist Valentino Rossi der neue Rekordhalter der Monza-Rallye

Rossi untermauerte seine Siegambitionen gleich am Vormittag. Zum zweiten Mal wurde die Königsprüfung "Maxi Grand Prix" mit insgesamt 45 Kilometern Länge gefahren. Sieben Runden mussten auf der großen Strecke gemeistert werden. Und wie auch schon am Samstag war Rossi in dieser langen Prüfung der Schnellste. Der Italiener nahm dem Hyundai-Duo 2,3 Sekunden ab und Bonanomi, der am Vortag Rossis schärfster Verfolger war, deren sechs.

Es sah nach einer Vorentscheidung aus, denn es folgten anschließend nur noch zwei kurze Wertungsprüfungen. Rossi hatte nach WP7 6,1 Sekunden Vorsprung auf Bonanomi. Mikkelsen/Neuville überholten Motocross-WeltmeisterTony Cairoli für Platz drei. Mit 8,8 Sekunden Rückstand auf Rossi mussten die WRC-Profis bei den restlichen Prüfungen auf einen Fehler hoffen, um noch in Schlagdistanz zu kommen. Doch es kam alles anders.

Auto zu leicht: Zeitstrafe gegen Rossi

Nach WP7 bemerkten die Rennkommissare, dass Rossis Ford um sieben Kilogramm zu leicht war. Statt mindestens 1.360 Kilogramm brachte der Fiesta nur 1.353 Kilogramm auf die Waage. Dafür erhielt der Italiener zehn Strafsekunden auf seine Gesamtzeit addiert. Für das gleiche Vergehen wurden auch Cairoli zehn Sekunden aufgebrummt. Das mischte das Gesamtklassement erneut durcheinander. Nun führte wieder Bonanomi vor Neuville/Mikkelsen, Rossi und Cairoli. Nur zwei kurze Prüfungen standen noch auf dem Programm.

Thierry Neuville, Andreas Mikkelsen

Der zweite Platz ging an die WRC-Asse Thierry Neuville und Andreas Mikkelsen

Rossi gab aber nicht auf und fuhr anschließend in der 7,7 Kilometer langen WP8 "Marshall" die Bestzeit vor Bonanomi . Damit schob er sich auf den zweiten Platz und verkürzte den Rückstand auf seinen italienischen Landsmann auf 2,7 Sekunden. Die allerletzten 1,350 Kilometer "Monster Energy Stage" sorgten für die Entscheidung. Auf der Start-Ziel-Geraden wurde ein Parcours mit Reifen und anderen Abgrenzungen abgesteckt.

Bonanomi versuchte vorzulegen, doch die Stoppuhr zeigte keine gute Zeit. Dem Italiener unterliefen zwei grobe Fahrfehler. Er war schließlich um zwölf Sekunden langsamer als die Bestzeit des Hyundai-Duos. Rossi berührte zwar in einer engen Haarnadel einen Reifenstapel, blieb aber cool und markierte die zweitbeste Zeit. Damit war ihm der Gesamtsieg sicher.


Fotos: Monza-Rallye-Show, Rallye


Neuville/Mikkelsen machten unverhofft noch einen Platz gut und kletterten als Zweite auf das Podest. Den Sieg hatten sie bereits wegen eines schleichenden Plattfußes abgeschrieben. Bonanomi musste sich nach der schlechten abschließenden WP mit Rang drei begnügen. Vierter wurde Motocross-Champion Cairoli. Im Anschluss an die Rallye findet noch die Masters-Show statt.

Endergebnis nach 9 Prüfungen (Top 10):
01. Rossi/Cassina (Ford Fiesta RS WRC) - 1:24.55,9 Stunden
02. Mikkelsen/Neuville (Hyundai NG i20 WRC) +5,7 Sekunden
03. Bonanomi/Pirollo (Citroen DS3 WRC) +8,4
04. Cairoli/Fappani (Hyundai NG i20 WRC) +21,8
05. Longhi/Santini (Ford Fiesta RS WRC) +2:15,7 Minuten
06. Crugnola/Lucca (Skoda Fabia R5) +2:34,8
07. Freguglia/Bollito (Ford Fiesta RS WRC) +2:47,2
08. Andreucci/Andreussi (Peugeot 208 T16 R5) +2:51,5
09. Pasini/Granai (Ford Fiesta RS WRC) +2:58,9
10. Bosca/Aresca (Ford Fiesta RS WRC) +3:10,1

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