MOTORSPORT BEI SPORT1

Motorsport bei SPORT1


ADAC Sport Gala23.12. 00:30
Motorsport - Porsche Carrera Cup, Magazin23.12. 11:00
ADAC Sport Gala24.12. 17:00
Die PS Profis - Mehr Power aus dem Pott25.12. 14:00
Die PS Profis - Mehr Power aus dem Pott31.12. 19:00
Aktuelle Bildergalerien
 
ANZEIGE
 
 
Apps zu Formel 1, MotoGP, DTM und Co. für Android, iOS und Windows Phone
 
ANZEIGE
 
 
Apps zu Formel 1, MotoGP, DTM und Co. für Android, iOS und Windows Phone
Newscooperation

Eigene Webseite?

Kostenlose News-Schlagzeilen und Fotos für Ihre Webseite! Jetzt blitzschnell an Ihr Layout anpassen und installieren!
Zur Konfiguration
Rallye-Newsletter

Rallye-News in Ihr E-Mail-Fach!

Abonnieren Sie jetzt den kostenlosen täglichen und/oder wöchentlichen Rallye-Newsletter von Motorsport-Total.com!
Jetzt Newsletter abonnieren
Sie sind hier: Home > Rallye > Newsübersicht > News

Dakar 2018: Toyota geht mit völlig neuem Hilux an den Start

07. Dezember 2017 - 09:48 Uhr

Mittelmotor, V8-Saugbenziner, Allradantrieb, mehr Federweg und viele weitere Neuentwicklungen: Mit dem neuen Hilux peilt Toyota den ersten Dakar-Sieg an

Toyota Hilux
Das Konzept des Toyota Hilux wurde komplett überarbeitet
© Imperial Toyota

(Motorsport-Total.com) - Seit zwei Jahren dominiert Peugeot bei der Rallye Dakar mit dem Buggy-Konzept. Nun rüstet die Konkurrenz nach. X-raid Mini wird 2018 ebenfalls auf einen komplett neu entwickelten Buggy setzen. Und auch Toyota experimentierte schon im vergangenen Jahr mit einem Fahrzeug nach diesem Konzept. 2018 wird Toyota zwar mit einem neuen Hilux antreten, dieser wird aber kein Buggy sein, sondern weiterhin ein Allradler mit Benzin-Saugmotor.

Trotzdem wurde der Hilux, der in Südafrika entwickelt und aufgebaut wird, komplett neu entwickelt. "Wir haben im Grunde von null angefangen", gibt Hallspeed-Chef Glyn Hall im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com' Auskunft. "Wir haben die gesamte Konstruktion des Autos verändert, um die Regeln maximal auszunutzen. Wir haben den Motor weiter in der Mitte des Autos platziert und die Geometrie des Autos entscheidend verändert."

ANZEIGE

Der Toyota V8-Motor wurde nun direkt hinter den Vorderreifen platziert und sitzt etwas unter dem Fahrerhaus. Hinten wurde die Einzelradaufhängung beibehalten, obwohl die Aufhängungsgeometrie durch das neue Fahrzeug-Layout neu konstruiert werden musste. Laut FIA Reglement, mit dem die Unterschiede zwischen den Turbodieseln von Peugeot und Mini und den Saugbenzinern minimiert werden sollen, ist ein Luftmengenbegrenzer von 38 Millimetern erlaubt.

Toyota rechnet sich Chancen mit V8 Saugmotor aus

"Die FIA arbeitet hat daran, die Performance der Turbodiesel und der Saugmotor-V8 auszugleichen", so Hall. "Das ist ein fortlaufender Prozess. Niemand wird damit komplett glücklich sein, aber wir sind zuversichtlich, dass uns die Änderungen eine bessere Chance geben werden." Ein Balanceakt ist es trotzdem, wie Hall erklärt: "Bei den Saugmotoren ändert sich der Luftmengenbegrenzer während des Rennens, je nachdem in welcher Höhe man fährt. Damit sind wir nicht ganz glücklich. In diesem Jahr findet die Rallye knapp über 2.000 Metern statt, womit wir den größten Begrenzer mit 38 Millimetern erhalten."

Schon im Vorjahr wurde der Luftmengenbegrenzer für Saugbenziner auf 28 Millimeter vergrößert. "Das ist für uns die beste Situation und hat uns in die Karten gespielt", glaubt Hall an Chancengleichheit. "Der Turbodiesel ist immer auf 38 Millimeter festgelegt. Wir sollten also auf einer Augenhöhe mit den Turbodieseln sein." Durch die neue Positionierung des Motors in der Mitte musste Hallspeed extrem viel umbauen und neu entwickeln.

Größerer Federweg ein wichtiges Plus

So musste der komplette Antriebsstrang überarbeitet werden, "damit die Balance des Autos über die gesamte Etappe besser wird", sagt Hall weiter. "Manchmal müssen wir 450 Liter Benzin tanken, das kann eine Menge ausmachen." Deswegen spielt die Gewichtsverteilung eine immens wichtige Rolle. "Mit zwei Mann Besatzung und 150 Litern Benzin an Bord exakt 50:50." Mit vollem Tank verlagert sich der Schwerpunkt nach hinten. "Aber nur ein wenig. Wir haben das Auto so konstruiert, dass sich die Balance möglichst wenig verschiebt."

Für das Handling ist ein weiterer wesentlicher Punkt der größere Federweg. Im Vergleich zum Vorjahr ist der Federweg um zwölf Prozent größer. Auch das soll die konzeptionellen Nachteile zum Buggy ausgleichen. "Wir haben mehr als 3.000 Testkilometer mit dem Hilux zurückgelegt", berichtet Fahrer Giniel de Villiers, der den Großteil der Testarbeit erledigt hat. "Das Auto fühlt sich schnell und gut ausbalanciert an. Ich freue mich damit auf die Dakar 2018."

Bei der vergangenen Ausgabe belegten Toyota-Fahrer die Plätze drei und vier. Der neue Hilux ist das erste komplett neue Auto, das Hallspeed seit 2012 entwickelt und bei der Dakar einsetzen wird. Drei neue Hilux werden in Südafrika angreifen. Neben de Villiers und Dirk von Zitzewitz sind das die Paarungen Nasser Al-Attiyah/Mathieu Baumel sowie Bernard ten Brinke und Michel Peron. Toyota hat die Rallye Dakar noch nie gewinnen können.

Artikeloptionen
Artikel bewerten