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WRC Großbritannien: Evans für Sebastien Ogier der Favorit

26. Oktober 2017 - 14:28 Uhr

Sebastien Ogier ist überzeugt: Aufgrund seiner DMACK-Reifen hat Elfyn Evans im Kampf um den Sieg bei der Rallye Großbritannien die besten Karten in der Hand

Elfyn Evans
Gelingt Elfyn Evans bei seiner Heimrallye der erste WRC-Sieg?
© xpbimages.com

(Motorsport-Total.com) - Nach dessen deutlicher Bestzeit im Shakedown der Rallye Großbritannien ist Elfyn Evans nach Ansicht seines Teamkollegen Sebastien Ogier der klare Favorit auf den Sieg beim zwölften Lauf der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) 2017. Die DMACK-Reifen, mit denen Evans als einziger Fahrer eines WRC-Autos fährt, seien bei den Bedingungen in Wales denen von Michelin klar überlegen, meint Ogier.

"Heute Morgen haben wir schon gesehen, dass es bei den Reifen erhebliche Unterschiede gibt", sagt Ogier mit Blick auf den Shakedown, bei dem Evans mit einen deutlichen Vorsprung von 2,3 Sekunden auf den Rest des Feldes die Bestzeit gefahren war. "In Spanien hatte er Probleme, weil der Reifen völlig ungeeignet waren, aber sie (DMACK; Anm. d. Red.) haben sich völlig auf diese Veranstaltung konzentriert und hier den richtigen Reifen gebracht", sagt Ogier über den britischen Reifenhersteller.

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Die DMACK-Reifen sind traditionell etwas weicher als die Pneus von Michelin und funktionieren daher bei kühlen Bedingungen wie in Wales besser. Hinzu kommt, dass DMACK seit Jahren schon Reifenausstatter der britischen Rallye-Meisterschaft ist und damit auf den Schotterstraßen der britischen Insel einen Erfahrungsvorsprung hat.

Daher steht für Ogier fest, dass Evans auf dem Papier der klare Favorit ist. "Wir werden unser Bestes geben, aber Elfyn hat das richtige Gesamtpaket. Alle wissen, dass er bei dieser Rallye im Kampf um den Sieg die besten Karten in der Hand hat", so Ogier. "Aber die muss man auch ausspielen können, und das ist bei diesen Bedingungen nicht einfach."

Darauf verweist auch Evans, der die Favoritenrolle von sich weist. "Das ist eine lange und schwierige Rallye. Bei Bedingungen wie im Shakedown funktioniert der Reifen unglaublich gut, aber es soll trocken bleiben, was ihnen (den Fahrern mit Michelin-Reifen; Anm. d. Red.) auf jeden Fall entgegenkommen wird", so der Waliser.

Hofft Evans also auf einen Wetterumschwung und Regenfälle? Auch das nicht, denn: "Durch die Forstarbeiten gibt es hier eine Menge Schlamm", gibt er zu bedenken. "Dort würden wir unseren Vorteil verlieren, denn dort kommt es mehr auf den mechanischen Grip des Autos als auf den der Reifen an." Außerdem merkt Evans an: "Was den Grip betrifft, ist der Shakedown nicht repräsentativ. Am Sonntag fahren wir wieder dort, aber das ist nur ein kleiner Anteil der Strecke."

Ogier hingegen könnte gut damit leben, sollte seine Prognose eintreffen und sein junger Teamkollege bei seiner Heimrallye den ersten WRC-Sieg landen. "Immerhin ist er in der Meisterschaft keine Gefahr, und sollte ich die Rallye nicht gewinnen, wäre ich nicht unglücklich, wenn es ihm gelingt." Denn wenn Ogiers Titelrivalen Ott Tänak und Thierry Neuville in Großbritannien nicht gewinnen, steigen Ogiers Chancen, schon am Sonntag vorzeitig den WM-Titel einzufahren.

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