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Volkswagen-Dominanz: Loeb warnt vor Peugeot-Ausstieg

15. September 2017 - 13:00 Uhr

Sebastien Loeb warnt vor einer Kostenexplosion in der Rallyecross-WM - Peugeot muss mehr investieren, oder das Projekt könnte beendet werden

Sebastien Loeb
Sebastien Loeb warnt vor einem Peugeot-Ausstieg aus der Rallycross-WM
© FIAWorldRallycross.com

(Motorsport-Total.com) - Im Januar formte sich das PSRX-Volkswagen-Team Schweden. Die Mannschaften von Petter Solberg und Johan Kristoffersson bündelten ihre Kräfte. Dazu kam es zu einer technischen Partnerschaft mit Volkswagen. Nach dem Aus des Rallye-Projektes gab es freie Kapazitäten. Einige Schlüsselpersonen des WRC-Teams kümmerten sich fortan um das Rallycross-Auto. Darunter ist auch Technikdirektor Francois-Xavier Demaison.

Was folgte, war eine deutliche Dominanz des Teams. Zu Saisonbeginn konnte noch Mattias Ekström Rennen gewonnen. Doch als sich die Volkswagen-Mannschaft eingespielt hatte, begann eine einzigartige Siegesserie in der WRX. Seit Mettet (Belgien) Mitte Mai ist das Team ungeschlagen. Kristoffersson holte fünf Siege und kann in Lettland bereits Weltmeister werden. Solberg triumphierte einmal in Lydden Hill (Großbritannien).

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Diese Dominanz ruft auch Kritiker auf den Plan. Peugeot ist seit einem Jahr ohne Sieg. Zuletzt konnte Sebastien Loeb vier Podestplätze erobern. "Die Volkswagen-Dominanz ärgert so ziemlich jeden", spricht der Franzose Klartext. "Sie fahren mit einem Auto, das für die WRC entwickelt und für Rallycross adaptiert wurde. Sie haben ein WRC-ähnliches Budget. Sie fahren gegen Teams, die ihre eigenen Autos bauen, aber nicht auf diesem Level sind. Es ist für alle kompliziert."

Budgets müssen im Rahmen bleiben

Für Loeb ist nun der Veranstalter gefragt, denn die Budgets dürfen nicht aus dem Ruder laufen: "Sie müssen das rasch kontrollieren, das ist sicher!" Jüngst engagierten sich immer mehr Hersteller in der Rallycross-WM. Neben Volkswagen wird auch das Team von Ekström von Audi unterstützt. Das Hansen-Team hat Peugeot im Hintergrund. Vor der Gefahr, dass die Budgets durch das Engagement der Hersteller explodieren könnten, wurde schon oft gewarnt.

"Heute gibt ein Konstrukteur fünf Millionen pro Saison aus und die Rentabilität ist sehr interessant", nennt Loeb Zahlen. "Aber wenn man 30 Millionen Euro investieren muss, dann stimmt die Balance nicht mehr. Sie müssen rasch eine Lösung finden, um die Budgets im Rahmen zu halten." Offen ist, wie zum Beispiel die Zukunft des EKS-Teams sein wird. Schon Ende 2016 hielt Ekström nach dem Titelgewinn fest, dass er ohne Audi-Hilfe nicht weitermachen kann. Audi sagte nur für ein Jahr Unterstützung zu. Eine Entscheidung für 2018 soll im Herbst fallen.

Und auch Loeb sieht die Zukunft von Peugeot-Hansen ungewiss: "Entweder betreiben wir es mit Peugeot noch ernsthafter, oder wir hören auf. Das ist mehr oder weniger die Situation. Ich hoffe, wir machen weiter und Peugeot erhöht das Budget, damit wir das Auto besser entwickeln können. Es ist klar, dass wir momentan keine Chance haben. Ich denke, dass Peugeot entweder mehr für Rallycross investieren wird oder etwas anderes macht. So wie heute werden wir Rallycross nicht mehr machen. Entweder es wird besser, oder es endet hier."

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