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Nico Müller: Umstellung von DTM auf Rallycross kein Problem

20. September 2017 - 15:16 Uhr

DTM-Pilot Nico Müller fuhr bei seiner Rallycross-Premiere auf Platz 17 und beim zweiten Einsatz schon ins Finale - Weitere Einsätze nicht ausgeschlossen

Nico Müller
DTM-Pilot Nico Müller schaffte es ins Lettland im Audi S1 bis ins Finale
© FIAWorldRallycross.com

(Motorsport-Total.com) - Über seinen sechsten Platz in Riga war Nico Müller nach seinem erst zweiten Rennen in der Rallycross-WM selber überrascht. "Damit habe ich nicht unbedingt gerechnet. Mein persönliches Ziel war das Halbfinale und das haben wir natürlich mit dem Finaleinzug deutlich übertroffen und ich war super happy damit", sagte er im Interview mit Motorsport-Total.com. "Wenn man dann im Finale von Platz vier losfahren darf ... das war das schon eine kribbelige Situation, zwischen Namen wie Loeb, Kristoffersson und Ekström loszufahren, um das Finale in Angriff zu nehmen."

Das Finale selbst sei dann "nicht ganz nach Plan" gelaufen. "Wir hatten leider ein Problem am Funk und dementsprechend war die Strategie mit der Joker-Lap nicht ganz optimal, aber das war dann schlussendlich ziemlich irrelevant und das Wichtigste haben wir mit dem Einzug in das Finale natürlich erreicht. Ich war super happy für das ganze Team, dass es an dem Wochenende so gut lief. Vier Audis im Semifinale und dann zwei im Finale zu haben, ich glaube, da kann man schon stolz darauf sein."

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Müller, der hauptberuflich in der DTM für Audi antritt und aktuell auf Platz 14 der Fahrerwertung rangiert, hatte "viel Spaß" im Audi S1 EKS RX quattro und könnte sich durchaus vorstellen, weitere Rallycross-Rennen zu bestreiten.

"Loheac (sein erstes Rallycross-Rennen, Anm. d. Redaktion) war etwas schwieriger, da habe ich schon etwas Lehrgeld bezahlt. Die Rundenzeiten waren aber von Anfang an sehr gut und ich war auch überrascht, wie schnell ich mich da sehr wohlgefühlt habe", sagte Müller.

"Dass in Loheac nach dem dritten Freien Training nicht alles so zusammenkam, wie wir uns das vorgestellt hatten, ist wohl darauf zurückzuführen, dass die Gangart in der Rallycross-WM schon eine andere ist. In Riga hatte ich mich aber schon sehr gut daran gewöhnt und angepasst und wir konnten das sehr gut umsetzen."

Für den Moment seien jedoch keine weiteren Einsätze in der Meisterschaft mehr geplant, sagte der 25-Jährige. Er würde sich voll auf die beiden letzten DTM-Veranstaltungen der Saison in Spielberg und Hockenheim konzentrieren und "versuchen, das Maximum herauszuholen und möglichst viele Punkte zu holen."

Audi-Teamkollege Mattias Ekström fährt bereits zweigleisig in der DTM und der Rallycross-WM. Müller hat sich über die Möglichkeit, ebenfalls in beiden Serien anzutreten, bisher aber noch keine Gedanken gemacht. "Es ist schon ein kleines Traumprogramm, das er da absolvieren darf", meinte der Schweizer. "Die Autos sind zwar sehr verschieden, aber genau dieser Mix der Herausforderungen macht das Ganze sehr interessant."

Vorstellen könne er es sich auf jeden Fall. "Ich würde, wenn es Optionen gibt, sicher nicht von vorneherein Nein sagen. Es muss aber alles Sinn machen und man muss es gut kombinieren können. Terminüberschneidungen ist das Eine und die Vorbereitungszeit muss auch passen. Wenn man wirklich ein hundertprozentiges Engagement fahren will, dann macht man das auch, um vorne mit dabei zu sein und dazu müssen die Rahmenbedingungen stimmen." Er wäre aber auf jeden Fall dafür offen, sollte sich eine Möglichkeit ergeben, betonte Müller.

Auf die Frage, ob er glaube, in der Rallycross-Meisterschaft zähle aufgrund der unterschiedlichen Streckenbeläge mehr das Talent des Fahrers als das Material, meinte er, man sei sicher weniger von der perfekten Abstimmung des Autos abhängig.

"Du kannst mit deinem Fahrstil das Fahrverhalten des Autos deutlich mehr beeinflussen als das in einem GT- oder DTM-Auto der Fall ist, weil du immer Leistung im Überfluss hast", erklärte er. "Du kannst das Auto viel mehr am Gas fahren und es hat noch eine Handbremse, um das Ding rotiert zu kriegen, wenn du ein bisschen viel Untersteuern hast."

"Du hast da als Fahrer schon noch mehr Einfluss auf das Fahrverhalten deines Fahrzeugs und das liegt mir anscheinend ziemlich gut. Ich konnte mich gut einleben, auch wenn Vieles neu war und es immer noch viel zu lernen gibt."

Dass er noch viel zu lernen habe, habe er in Riga gemerkt, gab Müller zu. "Loheac hat mir natürlich viel Selbstvertrauen gegeben, weil die Pace so gut war. Dann kommst du aber auf eine neue Strecke und da gibt es wieder ganz neue Herausforderungen."

Insbesondere die in der Rallycross-Meisterschaft üblichen Sprünge waren für ihn Neuland. "Da gab es zum Beispiel zwei Riesensprünge und da musste ich mich schon erst etwas sammeln und auch die Technik eines guten Sprungs in so einem Rennauto verstehen und dann umsetzen. Ich glaube, das wäre auch, wenn man noch mal ein Rennen fährt, sei es Buxtehude oder wo auch immer, wieder ähnlich, dass man da nochmal auf neue Herausforderungen stößt und noch einiges zu lernen hat." Genau das habe ihm aber sehr viel Spaß gemacht, "und die Resultate sprechen, glaube ich, für sich."

Die Umstellung vom DTM-Auto auf ein Rallycross-Auto sei kein Problem, da beide Fahrzeuge völlig unterschiedlich seien: "Das sind zwei so verschiedene Welten, dass es nie zu einer Vermischung kommt. Da habe ich gar kein Problem. Ich bin das auch schon ein bisschen gewöhnt von der Umstellung vom GT-Auto ins DTM-Auto und da ist es eher schwieriger, weil die Autos doch etwas näher beieinanderliegen. Aber auch da hat das ganz gut geklappt."

Müller musste sich bei seinen Auftritten in der Rallycross-WM nicht nur auf ein komplett anderes Auto einstellen - sein DTM-Teamkollege Mattias Ekström war plötzlich auch sein Teamchef. "Das ist schon ein bisschen anders", gestand er. "Ich fahre ja sein Auto und da will man dementsprechend natürlich auch nicht alles kaputtfahren. Ansonsten ist er aber immer noch der gleiche Mensch und verhält sich auch nicht anders."

Der größte Unterschied für den Rallycross-Rookie war, dass der 39-jährige Schwede bereits über einige Erfahrung in der Serie verfügt, in der er bereits im vierten Jahr aktiv ist und aktuell auf Platz vier der Fahrerwertung liegt. "Ich konnte noch mehr auf seine Erfahrungswerte zurückgreifen und die sind extrem hilfreich", so Müller.

"Ich bin ihm sehr dankbar, dass er mir mit seinem gesamten Team diese Rückendeckung gegeben hat. Auch wenn es wenige Vorbereitungsrunden waren, waren es qualitativ hochwertige Runden und sie haben mir mit ihrem Knowhow sehr viel mit auf den Weg gegeben für dieses 'Abenteuer'".

Ekström sei nicht nur Teamchef gewesen, sondern auch ein "extrem hilfsbereiter Teamkollege. Daher hat sich das kaum anders angefühlt. Natürlich bin ich ein bisschen stolz darauf, dass ich dieses Vertrauen, das er mir geschenkt hat, in Form dieses guten Wochenendes ein bisschen zurückzahlen konnte."

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