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Hyundai-Teamchef: Wir werden um den Titel kämpfen

13. September 2017 - 16:24 Uhr

Trotz 17 Punkten Rückstand will Hyundai den WM-Titel noch nicht aufgeben - Michel Nandan über die Stärken und Schwächen des Teams und des i20 Coupe

Thierry Neuville, Nicolas Gilsoul
Durch den Ausfall in Deutschland liegt Neuville 17 Punkte hinter Ogier
© xpbimages.com

(Motorsport-Total.com) - Bei Hyundai gibt man sich trotz des Verlustes der WM-Führung kämpferisch. Der Ausfall von Thierry Neuville bei der Rallye Deutschland sorgte dafür, dass der Belgier nun 17 Punkte Rückstand auf Ford-Pilot Sebastien Ogier hat. "Wir haben momentan ein paar Schwierigkeiten, aber das Spiel ist noch nicht vorbei", hält Hyundai-Teamchef Michel Nandan im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com' fest. "Und wir werden kämpfen." Drei Rallyes sind noch zu fahren. Allerdings konnte Neuville noch nie in Spanien, Wales und Australien gewinnen.

Zuversicht schöpft Hyundai vor allem aus der Konkurrenzfähigkeit des i20 WRC. Mit 41 Prüfungsbestzeiten und 29 Powerstage-Punkten ist Neuville der schnellste Mann der Saison. "Das Auto war von Anfang an schnell", lobt Nandan das Fahrzeug. "Wenn man sich die Zeiten bei den Prüfung anschaut, war unser Auto bei den meisten Rallyes das schnellste. Ein schnelles Auto alleine reicht aber nicht. Unsere Fahrer hatten zu Saisonbeginn ein wenig Pech. Die Ergebnisse wurden dann besser."

Ogier und Neuville haben jeweils eine Null in der Tabelle stehen (zum WM-Stand). Insgesamt sammelte Ogier aber konstanter Spitzenergebnisse. "Er ist immer da und hatte bisher nur einen Ausfall. Thierry hatte hingegen eine ganze Reihe von Problemen", verweist Nandan auch auf Fahrfehler zu Saisonbeginn hin. "Das macht am Ende den Unterschied. Wir haben drei Rallyes gewonnen und sind einige Male aufs Podium gefahren. Es gab allerdings auch einige technische Probleme."

Nandan gibt zu: Es lief nicht alles perfekt

"Auf Sardinen hat ein kleines Bremsproblem einen möglichen Sieg von Thierry verhindert. In Mexiko haben technische Probleme an allen drei Autos ein Spitzenergebnis verhindert. Um die Meisterschaft zu gewinnen, muss alles perfekt laufen. Und das war bisher nicht der Fall", spricht der Hyundai-Teamchef Klartext. "Es ist immer noch möglich, wir werden um beide Meisterschaften kämpfen. Hoffentlich gewinnen wir zumindest eine. Aber es wird immer schwieriger, denn unsere Gegner sind sehr gut."

In der Marken-WM hat Hyundai 64 Punkte Rückstand auf M-Sport. Die Performance-Zahlen (Statistik WP-Bestzeiten) belegen einerseits, dass Hyundai das schnellste Auto hat, andererseits sorgt die Erfahrung von M-Sport und Ogier dafür, dass sie die WM anführen. "Selbst wenn ihr Auto nicht das schnellste ist, finden sie immer einen guten Kompromiss" sagt Nandan über die Konkurrenz. "Unser Auto ist auf Asphalt wirklich gut, wenn es vielleicht auch nicht das Beste ist. Das ist für mich der Citroen, auch wenn sie derzeit Rückstand haben."

Die verbleibenden drei Rallyes werden auf Schotter ausgetragen, wobei in Spanien zwei Tage auf Asphalt über die Bühne gehen. "Auf Schotter funktioniert unsere Auto dann gut, wenn es ein gewisses Gripniveau gibt. Auf wirklich rutschigem Untergrund haben wir noch einen Rückstand", schildert Nandan und geht ins Detail: "Wenn der Untergrund weich ist und sich die Räder eingraben können, ist es okay, aber bei einem rutschigen Belag auf einem harten Untergrund fehlt unserem Auto ein wenig Traktion. Das ist kein großer Unterschied, aber genau der, der darüber entscheidet, ob du Erster oder Dritter, Vierter bist."

Das i20 Coupe ist insgesamt einfacher ins Arbeitsfenster zu bekommen, als beispielsweise der C3 WRC. "Unser Auto ist auf verschiedenen Untergründen gut, vor allem bei engen und langsamen Rallyes", verweist Nandan auf die starken Prüfungszeiten in Monte Carlo und auf Korsika. "Bei den schnellen Rallyes, die ein gewisses Griplevel bieten, liegt noch Arbeit vor uns. In Polen war das Auto beispielsweise sehr gut. Das ist zwar auch eine schnelle Rallye, aber mit einem besonderen Untergrund. Finnland ist genau so schnell, aber da ist der Untergrund ganz anders. Da braucht man eine Menge Abtrieb, um den nötigen Grip zu entwickeln." Für das nächste Jahr liegt das Hauptaugenmerk darauf, im aerodynamischen Bereich zuzulegen.

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