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"Ziemlich langweilig": Kritik an neuer Deutschland-Route

17. August 2017 - 14:43 Uhr

Die neue Route der Rallye Deutschland kommt bei vielen WRC-Crews nicht besonders gut an: "Die Rallye hat ihren Charakter verloren"

Rallye Deutschland
Die Route der Rallye Deutschland löst nur wenig Begeisterung aus
© M-Sport

(Motorsport-Total.com) - "Ziemlich langweilig", "nicht besonders interessant": Die neue Streckenführung der Rallye Deutschland fällt im Urteil einiger WRC-Crews durch. Vor allem die neuen Prüfungen am Samstag und Sonntag seien zu schnell und fahrerisch nicht besonders reizvoll. "Das war früher eine herausragende Rallye, aber dieses Mal ist es ziemlich langweilig", wird ein namentlich nicht genannter, führender WRC-Fahrer von 'autosport.com' zitiert. "Es geht ziemlich viel geradeaus. Was soll das Ganze? Ich finde das ziemlich langweilig."

Citroen-Pilot Craig Breen hat keine Hemmungen, sich namentlich zitieren zu lassen und stimmt der Kritik zu. "Die Rallye hat ihren Charakter verloren", sagt der Ire. "Nachdem wir die Weinberge und Baumholder hinter uns gelassen haben und auf die Landstraßen kommen, ist es nicht besonders interessant."

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Nach dem Umzug der Rallye von Trier an den Bostalsee im Saarland wurde in diesem Jahr auch die Routenführung der Rallye Deutschland gründlich verändert. Nur die Hälfte aller Wertungsprüfungen wurden bereits in früheren Jahren gefahren, die Strecken am Sonntag auf den Landstraßen und Feldwegen im Saarland sind völlig neu.

Doch genau an denen stören sich die WRC-Crews. "Die Prüfungen am Samstag und Sonntag sind ziemlich schnell. Da wird es schwierig Zeit gutzumachen", so Hayden Paddons Beifahrer Sebastian Marshall zu 'autosport.com'. "Da könnte das Auto den Unterschied machen, wenn der Motor stark ist und die Aerodynamik gut funktioniert", fürchtet der Brite eine Temposchlacht.

Breen hingegen bereitet vor allem die neue Zuschauerprüfung "Wadern-Weiskirchen" Sorgen, die am Freitag gleich dreimal gefahren wird. "Ich verstehe, warum die Veranstalter diese Prüfung aufgenommen haben", zeigt der Ire zwar Verständnis für die zuschauerfreundliche Lösung. Doch die Straßen würden dort extrem beansprucht.

"Wir fahren da zwei Runden und absolvieren sie dreimal am Tag. Dazwischen finden dort Renntaxi-Fahrten statt. Bin zum Abend sind bestimmt 600 Autos drüber gefahren. Sollte es regnen, wird das ein Albtraum, denn man kann dort stark die Kurven schneiden", prophezeit Breen. Und genau dieser Regen ist für Freitag vorhergesagt, womit die ersten Starter Thierry Neuville und Sebastien Ogier einen deutlichen Vorteil haben würden.

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