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Sebastien Ogier: "Nach Thierrys Ausfall war es schwierig"

21. August 2017 - 13:55 Uhr

Mit Platz drei bei der Rallye Deutschland erobert Sebastien Ogier die WM-Führung zurück, doch der Ausfall von Rivale Thierry Neuville brachte ihn aus dem Konzept

Sebastien Ogier, Julien Ingrassia
Sebastien Ogier kam in Deutschland nicht über Platz drei hinaus
© xpbimages.com

(Motorsport-Total.com) - Sebastien Ogier (Ford) ist beim Unternehmen Titelverteidigung in der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) 2017 weiter auf Kurs. Durch Platz drei und zwei Punkte in der Powerstage nahm Oiger bei der Rallye Deutschland 17 WM-Punkte mit, während sein vor der Rallye punktgleicher Rivale Thierry Neuville (Hyundai) nach seinem Ausfall am Samstagmorgen leer ausging. "In Sachen Titelverteidigung lief das Wochenende für uns gut, wir liegen mit 17 Punkten Vorsprung wieder vorn - das ist das wichtigste", so Ogier. "Dennoch wäre es natürlich auch schön gewesen, wenn wir um den Sieg hätten mitkämpfen können."

Doch dass dies schwierig werden könnte, zeichnete sich für Ogier bereits am ersten Tag der Rallye ab. "Es begann mit einer falschen Reifenwahl am Nachmittag", so der Franzose. Bei nassen Bedingungen setzte er im Gegensatz zu einem Teamkollegen Ott Tänak oder Citroen-Pilot Andreas Mikkelsen nicht auf die Regenreifen von Michelin. "Wenn der Tabellenstand so ausgeglichen ist wie bei Thierry und mir, ist es schwer, auf Regenreifen zu setzen, die man nie zuvor benutzt hat und mit denen man keine Erfahrungen gemacht hat", erklärt Ogier seine Reifenwahl.

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Am Samstagmorgen wusste Ogier dann aber schnell, dass er in Deutschland einen wichtigen Schritt in Richtung WM-Titel machen kann, nachdem an Neuvilles Hyundai die linke Hinterradaufhängung gebrochen war. Doch die Nachricht vom Ausfall seines WM-Rivalen brachte Ogier keine Erleichterung - im Gegenteil. "Als ich dann Thierry Neuville habe anhalten sehen, haben die Gedankenspiele angefangen", sagt Ogier. "Dann war ich auf der Panzerplatte etwas zu vorsichtig."

Und so enteilten ihm seine Gegner an der Spitze. "Ott ließ keinen Raum für ein Comeback. Er fuhr stark und konstant an der Spitze. Wir waren auch an Andreas dran, doch der war ebenfalls schnell", sagt Oiger. "Wir haben entschieden, für drei weitere mögliche Punkte keine Risiken einzugehen."

Das galt dann auch bei der abschließenden Powerstage. "Ich hatte gesehen, dass Thierry hier nicht so viele Punkte holen würde, also musste ich nichts Verrücktes anstellen, aber einige Fahrer sind Vollgas gefahren", sagt Ogier. "Noch mal: Man muss für eine maximale Punktausbeute eine Menge Risiken eingehen. Aber natürlich wollte ich auch ein paar Punkte holen. Unsere zwei Punkte zählen am Ende der Saison und vielleicht werden sie dann entscheidend sein."

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