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Armin Kremer: Wie ein GP2-Pilot in Hamiltons Renner

11. August 2017 - 14:22 Uhr

Die Vorfreude vor seinem ersten Start in einem aktuellen WRC-Auto bei der Rallye Deutschland ist bei Armin Kremer "riesig" - Plan mit Volkswagen scheiterte

Armin Kremer, Malcolm Wilson
Malcolm Wilson unterstützt den WRC-Einsatz von Armin Kremer
© M-Sport

(Motorsport-Total.com) - Mit Armin Kremer wird in der nächsten Woche (17. bis 20. August) erstmals seit vielen Jahren bei der Rallye Deutschland wieder ein deutscher Fahrer in der Top-Klasse antreten. Der Mecklenburger wird bei seiner Heimrallye einen Ford Fiesta WRC des Jahrgangs 2017 fahren, der von M-Sport eingesetzt wird. Die Vorfreude vor dem Start im aktuellen WRC-Boliden ist bei Kremer "riesig", wie er im Interview mit 'Motorsport aktuell" verrät.

Denn nachdem er in den vergangenen Jahren in der WRC2-Klasse unterwegs war, fährt er nun in der Top-Liga - und das in einem Auto, das in diesem Jahr schon drei Rallyes gewonnen hat. "Ein GP2-Pilot dürfte sich ähnlich fühlen, wenn er beim Heim-Grand-Prix in Hamiltons Formel-1-Renner startet", zieht Kremer einen Vergleich zum Formelsport.

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Idee zum Start mit einem WRC-Auto in Deutschland hatte Kremer schon bei der Rallye Monte Carlo im Januar. Doch damals hatte er noch an ein anderes Auto gedacht. "Zu Anfang war eine Zusammenarbeit mit VW und dem Polo WRC gedacht. Leider ist dies nicht zustande gekommen", sagt Kremer.

Anders bei M-Sport, wo man den Deutschen mit offenen Armen empfangen habe. "Insbesondere Malcolm Wilson zeigte sich aufgeschlossen und sehr kooperativ", sagt Kremer über den M-Sport-Boss. "Er hat mich nach Cumbria eingeladen und stand von Anfang an hinter diesem Engagement."

Zur Vorbereitung auf den Start im WRC-Boliden hat Kremer in den vergangenen Wochen sein Fitnesstraining hochgefahren - allerdings laut eigener Aussage nicht auf das Niveau der Profis. Denn für Kremer ist der Rallyesport nur ein Hobby, das hinter seiner unternehmerischen Tätigkeit zurückstehen muss. Gemeinsam mit seinem Bruder Frank leitet Armin Kremer einen Geflügelzuchtbetrieb.

Darauf wurde auch die Testplanung abgestimmt, und so wird Kremer erst am kommenden Montag zum ersten Mal selbst hinter dem Steuer des Ford Fiesta WRC sitzen. Der routinierte Pilot hat aber schon eine Vorstellung davon, was ihm bei dem leistungsstärkeren Fahrzeug erwartet:

"Womöglich muss man die zusätzliche Power auf der Panzerplatte sensibel nutzen, um sich nicht allzu schnell die Reifen zu ruinieren. Aber auch in den engen Weinbergen dürfte mit den breiteren Autos richtig knifflig werden", sagt er. "Und bei den hohen Tempos auf den Landstraßen im Saarland könnte die Aerodynamik eine entscheidende Rolle spielen."

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