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WP-Bestzeiten: Neuville in der WRC 2017 klar der Schnellste

07. Juli 2017 - 12:43 Uhr

Analyse der gewonnenen Wertungsprüfungen in der WRC 2017: Thierry Neuville kommt auf doppelt so viele Bestzeiten wie sein erster Verfolger

Thierry Neuville, Nicolas Gilsoul
Thierry Neuville gewann 2017 bisher doppelt so viele WP wie jeder andere
© xpbimages.com

(Motorsport-Total.com) - Wer ist der schnellste Fahrer in der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC)? Die Antwort auf diese Frage liefert nicht zwangsläufig der Blick auf die WM-Tabelle, denn dort wird vor allem Konstanz belohnt. Eine Analyse der Bestzeiten bei den einzelnen Wertungsprüfungen ist da schon aufschlussreicher, und die liefert in der Saison 2017 bisher ein klares Bild: Der schnellste Fahrer der Rallye-WM ist demnach Thierry Neuville (Hyundai).

Bei den ersten acht Saisonläufen stand nach 39 Wertungsprüfungen (WP) der Name des Belgiers ganz oben auf der Zeitenliste. Damit ist Neuville im Feld der WRC einsame Spitze, denn sein erster Verfolger in dieser Wertung Ott Tänak (Ford) kommt mit 17 WP-Bestzeiten auf nicht einmal halb so viele wie der Hyundai-Pilot. Überraschend auch: Weltmeister Sebastien Ogier (Ford) hat zwar bisher zwei Rallyes gewonnen und führt die WM-Wertung nach acht Läufen an, war aber nur 14 Mal bei einer Wertungsprüfung der schnellste und landet damit noch hinter seinem Teamkollegen Elfyn Evans (15) auf Rang vier.

Allerdings war Ogier bei bisher fünf Schotterrallyes immer der Fahrer, der am ersten Tag als erster auf die Strecke ging, womit er am Freitag aufgrund der für ihn schlechteren Streckenbedingungen einen klaren Nachteil hatte.

Neben Neuville, Tänak, Evans und Ogier haben auch Kris Meeke (Citroen, 12) Hayden Paddon (Hyundai, 11) und Jari-Matti Latvala (Toyota, 11) in dieser Saison schon mehr als zehn Wertungsprüfungen gewonnen.

Weniger eindeutig ist das Bild beim Blick auf die Hersteller. Zwar liegt auch dort Hyundai mit 59 WP-Siegen in Führung, der Vorsprung auf Ford (48) ist aber weniger deutlich als in der Fahrerwertung, was an der Ausgeglichenheit der drei M-Sport-Werksfahrer und je einer WP-Bestzeit der Privatiers Mads Östberg und Teemu Suninen liegt. Toyota (20) und Citroen (13) sind klar abgeschlagen.

Für das Finale der Saison verspricht all das viel Spannung. Neuville und Hyundai sind vom reinen Tempo her Ogier und Ford überlegen, müssen allerdings einen Rückstand aufholen. Doch der Traum vom WM-Titel könnte für den Belgier und seinen koreanischen Arbeitgeber durchaus wahr werden.

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