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Rallye Polen: Citroen verordnet Meeke Zwangspause

11. Juni 2017 - 21:09 Uhr

Kris Meeke fährt bei der Rallye Polen nicht für Citroen - Der Nordire wird beim nächsten WRC-Lauf durch Andreas Mikkelsen ersetzt

Kris Meeke, Paul Nagle
Kris Meeke bekommt nach seinem jüngsten Unfall eine Zwangspause verschrieben
© xpbimages.com

(Motorsport-Total.com) - Nach seinem erneuten Fahrfehler bei der Rallye Sardinien 2017 hat Kris Meeke eine Denkpause von seinem Chef erhalten. Bei der Rallye Polen wird erneut Andreas Mikkelsen zum Einsatz kommen, allerdings nicht als Ersatz für Stephane Lefebvre, sondern anstelle von Meeke. Craig Breen wird den dritten C3 WRC steuern. Meeke hat durch eine Reihe von Fahrfehlern zahlreiche gute Resultate für Citroen in der Rallye-Weltmeisterschaft 2017 weggeworfen. Er wird in Polen nur bei der Recce dabei sein.

"Nach einer Serie von enttäuschenden Resultaten haben wir Kris gebeten, für die nächste Rallye zurückzustecken", sagt Citroen-Teamchef Yves Matton. "Kris hat akzeptiert, dass dies das Beste für das Team wäre und wir danken ihm für sein Verständnis. Diese Pause wird ihm die Gelegenheit geben, seine Batterien wieder aufzuladen und einen Teil des Drucks abzubauen, bevor er sich auf die Rallye Finnland vorbereitet. Er hat dort vergangenes Jahr mit einer perfekten Performance gewonnen. Deshalb ist unsere Hoffnung, dass er stärker zurückkehren wird." (So lief die Rallye Italien 2017)

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Von zwei Powerstage-Punkten in Schweden und seinem Sieg bei der Rallye Mexiko abgesehen, den er um ein Haar kurz vor dem Ziel noch weggeworfen hätte, hat der 37-Jährige in dieser Saison noch keinen einzigen Punkt geholt. Er hatte nach seinem Fahrfehler sich selbst kritisiert, aber auch gesagt, dass das Arbeitsfenster des Citroen C3 WRC am Limit zu schmal sei.

Matton schlägt mit der Sanktion zwei Fliegen mit einer Klappe. Zum einen gibt es einen Denkzettel für den schwächelnden Nordiren, zum anderen kann Andreas Mikkelsen mit etwas mehr Vorbereitung bessere Angaben zum Auto machen. Er wird zu diesem Zweck mit Breen und Lefebvre vier Tage lang in Polen testen. "Diese erste Rallye war mehr eine Testsession als eine richtige Wettbewerbsfahrt", sagt der französische Teamchef. "Eine zweite Rallye wird ihm die Chance geben, die Dinge, die er gelernt hat, einzusetzen, um dichter an die Spitze zu kommen. Dazu kommt ihm Polen ja entgegen, seit er vergangenes Jahr dort gewonnen hat."

Citroen wolle auch ein Zeichen setzen, dass man sich der Nachwuchsförderung verschreibt, indem man Craig Breen und Stephane Lefebvre eine Chance gibt und nicht für eine zweite Mikkelsen-Rallye ins zweite Glied versetzt, so Matton weiter. "Sie sind vergangenes Jahr beide in Polen gefahren und haben zufriedenstellende Leistungen gezeigt. Sie erhalten eine gute Gelegenheit, zu zeigen, was sie können. Das Hauptziel bleibt aber, ohne Fehler ins Ziel zu kommen."

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