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Änderung des Dakar-Reglements: Peugeot droht mit Ausstieg

29. Mai 2017 - 15:10 Uhr

Peugeot könnte vom FIA-Weltrat durch eine Änderung des Buggy-Reglements eingebremst werden - Die Franzosen drohen mit Ausstieg von der Rallye Dakar

Stephane Peterhansel
Peugeot dominierte 2016 und 2017 die Rallye Dakar und gewann zweimal
© Red Bull

(Motorsport-Total.com) - Seit 2015 ist Peugeot wieder mit einem Werksteam bei der Rallye Dakar dabei und dominierte die vergangenen beiden Ausgaben in Südamerika. Die Franzosen setzten konsequent auf das Buggy-Reglement, das eigentlich dafür gedacht war, um Privatiers einen relativ kostengünstigen Einstieg zu ermöglichen. Dadurch gibt es bei diesem Reglement einige technische Vorteile, um die konzeptionellen Nachteile des Hinterradantriebs auszugleichen.

So ist das Mindestgewicht des 3008 DKR auf 1.280 Kilogramm festgelegt, während der Mini John Cooper Works Rally von X-raid, der mit Allradantrieb ausgerüstet ist, auf 1952,5 Kilogramm kommt. Es gibt aber noch weitere Vorteile im Buggy-Reglement. Die Radgröße erlaubt es, den vorderen Überhang zu minimieren. Außerdem ist die Bodenfreiheit mit 400 Millimetern deutlich höher. Laut Homologation darf der Beifahrer auch noch jederzeit den Luftdruck der Reifen aus dem Cockpit verändern.

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Hallspeed entwickelte bereits einen neuen Toyota Hilux Evo nach Buggy-Reglement. Dieses Auto kam im Januar aber noch nicht zum Einsatz. Und auch bei X-raid gibt es Überlegungen für die Zukunft. Im Hintergrund wird allerdings diskutiert. Die Konkurrenz von Peugeot fordert vom Automobilweltverband FIA und von Dakar-Veranstalter ASO eine Anpassung des Reglements, um die Vorteile von Peugeot zu beschneiden. Auch aus Marketingsicht führt das derzeitige Buggy-Reglement zu einer großen Irritation, wenn ein Zweiradler einem 4x4-Fahrzeug überlegen ist.

Am 19. Juni trifft sich der FIA Motorsportweltrat in Genf und könnte eine Änderung des Buggy-Reglements beschließen. Sollte das passieren, kündigt Peugeot-Sportchef Bruno Famin den Rückzug von der Rallye Dakar an. "Wenn dieses Konzept von der Cross-Country-Kommission präsentiert und vom Weltrat abgesegnet wird, sind wir draußen", wird Famin von 'Autosport' zitiert. "Wir starten die Dakar nur, wenn wir eine Siegchance haben."

X-raid-Teamchef Sven Quandt bemüht sich hinter den Kulissen um Gespräche mit der FIA, um das Reglement für alle Teilnehmer ausgeglichener zu gestalten. Sollte Peugeot tatsächlich eingebremst werden, würde vor allem X-raid profitieren. Der Mini John Cooper Works Rally ist zuverlässig und je nach Terrain nicht um viel langsamer als der 3008 DKR. Die kommenden Wochen werden auf dem politischen Parkett spannend und stellen die Weichen für die Zukunft des Marathonklassikers.

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