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Toyota trifft in Korsika auf Rallye-Geschichte

03. April 2017 - 11:27 Uhr

Die Tour de Corse ist für Finnland speziell: Nur zwei Fahrer gewannen auf jener Insel, auf der Henri Toivonen tödlich verunglückte - Viele Erinnerungen im Toyota-Team

Didier Auriol
Didier Auriol holte im Jahr 1995 den letzten Toyota-Sieg auf Korsika
© LAT

(Motorsport-Total.com) - Die Tour de Corse ist eine der berühmtesten und berüchtigsten Rallyes der Welt. Zum ersten Mal wurde sie 1956 ausgetragen und zählte zwischen 1973 und 2008 ununterbrochen zur Weltmeisterschaft. Die kurvigen Bergstraßen auf der Mittelmeerinsel brachten der Rallye den Namen "Rallye der zehntausend Kurven" ein. Über die Jahrzehnte hat diese Rallye viele Triumphe, aber auch Tragödien geschrieben. Sie hat einen festen Platz in den Geschichtsbüchern.

"Korsika ist für mich eine ganz spezielle Rallye", sagt Jari-Matti Latvala, der sich intensiv mit der Geschichte des Sports auseinandersetzt. "Als ich dort gewonnen habe, hat mir das sehr viel bedeutet. Als Finne ist es seit dem Unfall von Henri Toivonen ein schwieriger Ort. Und auch als Nation haben wir uns dort nie gut geschlagen." Latvala gewann die Rallye 2015 mit Volkswagen, als sie wieder in den WRC-Kalender aufgenommen wurde.

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Damit ist er erst der zweite Finne überhaupt, der in Korsika gewinnen konnte. Markku Alen gelang das in den Jahren 1983 und 1984 mit einem Lancia 037. Zwei Jahre später kam es zum tragischen Feuerunfall, der Toivonen und seinem Co-Piloten Sergio Cresta das Leben kostete. Der Lancia Delta S4 brannte komplett aus. Mit Toivonen verlor die Rallye-Szene nicht nur einen der talentiertesten Fahrer, sondern es legte sich ein Schatten auf die Szene. Das Ende der Gruppe B war endgültig besiegelt.

Interessanterweise konnten anschließend bis Latvala keine Finnen diese Asphalt-Rallye gewinnen. Auch die Weltmeister Marcus Grönholm und Tommi Mäkinen schafften das nicht. Mäkinens bestes Ergebnis ist ein sechster Platz im Jahr 1999, dem Jahr seines vierten WM-Titels. Als Toyota-Teamchef ist Mäkinen nun gespannt auf die Performance des Yaris bei der ersten richtigen Asphalt-Rallye. Toyota-Siege liegen in Korsika auch schon sehr lange zurück. Carlos Sainz gewann 1991. Didier Auriol war 1994 und 1995 erfolgreich.

"Wir hatten einen sehr guten Test und fuhren an zwei Tagen 380 Kilometer", berichtet Latvala, der am Montag seinen 32. Geburtstag feierte, die Vorbereitungen. An einem Tag fuhr man auf engen, welligen Wegen und am zweiten auf schnelleren Straßen. "Bei dieser Rallye gibt es beides. Ich denke, wir haben beim Set-up einen guten Kompromiss gefunden. Nach Monte Carlo haben wir einen Eindruck, wie sich das Auto auf Asphalt verhält. Mein Gefühl ist auch besser, als es nach meinem Test für die Monte war."

Der ausgedehnte Test stimmt auch Mäkinen zuversichtlich: "Es lief sehr gut. Wir haben beim Auto neue Elemente ausprobiert. Soweit wir beurteilen können, sieht die Performance auf Asphalt vielversprechend aus. Wir hoffen, dass wir ein gutes Ergebnis holen, aber unsere Zielsetzung ändert sich nicht. Wir wollen Erfahrung sammeln und lernen. Ich kann viele positive Aspekte erkennen: Jari-Matti gefällt die Rallye und er ist guter Stimmung. Wenn ein Fahrer in guter Form ist, dann kann er eine gute Performance zeigen."

Die erste Etappe wird Latvala als Zweiter in Angriff nehmen müssen. "Aber das sollte kein Problem sein, denn die Kurven werden auf Korsika nicht so viel geschnitten. Die Straßenverhältnisse sollten für ihn gut sein", meint Mäkinen aus eigener Erfahrung. "Auch Juho (Hänninen; Anm. d. Red.) hat sich von seiner Erkrankung erholt. Obwohl er sich in Mexiko nicht wohlfühlte, konnte er Punkte sammeln. Das sollte ihn jetzt, wo er wieder komplett fit ist, zuversichtlich stimmen."

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